SPD Neumarkt

Vorsitzende kandidiert erneut

NEUMARKT. Dietfurts Bürgermeisterin Carolin Braun will erneut bei den Wahlen zum Kreis-Vorsitz der SPD im Landkreis kandidieren.

"Du machst hier in Dietfurt eine hervorragende Arbeit!" Mit dieser Aussage lobte der Parsberger Kreis- und Stadtrat Erwin Jung die Arbeit der ersten Bürgermeisterin im Landkreis Neumarkt, und Jung erhielt große Zustimmung von der versammelten Keistagsfraktion der Sozialdemokraten.


Die Rathauschefin stellt sich am 2. Juli bei den turnusmäßigen Wahlen des SPD-Kreisverbandes erneut für die Führung des Kreisverbandes als Vorsitzende zur Verfügung. Die Fraktionsvorsitzenden Dirk Lippmann und Helmut Himmler sind ebenfalls zu Kandidaturen als stellvertretende Kreisvorsitzende bereit.

Die SPD-Kreistagsfraktion war nach Dietfurt gekommen, um sich über die Situation der Stadt zu informieren und anstehende Themen der Kreispolitik zu diskutieren. Die SPD forciert im gesamten Landkreis den raschen Ausbau der Breitband-Infrastruktur und damit die sogenannte digitale Modernisierung im Sinne der Wirtschaft sowie der Bürger als DSL-Nutzer. Braun berichtete, dass die Stadt im Gemeindegebiet 550.000 Euro für diesen Aufgabenbereich investieren werde.

Im August werde die neu eingeführte Ferienbetreuung in Betrieb gehen und auch das Jugendformun mit 70 Jugendlichen mache Freude. In den kommenden Jahren seien große Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere der II. Bauabschnitt der Modernisierung des Freibades mit einem Kostenvolumen von etwa 1,8 Millionen Euro.

Dietfurt sei sowohl hinsichtlich Baulandausweisung wie auch bei der Schaffung von Gewerbegrund wegen der festgesetzten Überschwemmungsgebiete in seiner Entwicklung massiv eingeschränkt. Zwei Drittel des besiedelten Stadtgebietes seien Überschwemmungsgebiet.

Für die Hochwasserfreilegung gebe es zwei Varianten mit 10,5 Millionen und 8,5 Millionen Euro, wobei die Stadt jeweils die Hälfte der Kosten zu tragen hätte und der Freistat Bayern die andere Hälfte.

Man habe vor allem bei den lokalen Automobil-Zulieferern viele Arbeitsplätze vor Ort. Deshalb und zusätzlich wegen der Nähe zur boomenden Stadt Ingolstadt könne man auf steigende Einwohnerzahlen verweisen. Aktuell hat Dietfurt mit allen Gemeindeteilen 6100 Einwohner.

Die Arbeit im Stadtrat sei stets an den zu entscheidenden Sachfragen orientiert und die Zusammenarbeit mit SPD, CSU und FW im Entscheidungsorgan der Stadt funktioniere gut, hieß es. Carolin Braun, die seit 1. Mai 2014 Bürgermeisterin ist, teilte ihren Fraktionskollegen in der SPD-Kreistagsfraktion mit, dass ihr die anstrengende und zeitaufwändige Arbeit mit den zahlreichen Bürgerkontakten nach wie vor sehr viel Freude mache.

23.06.15

Reicht Bäderinfrastruktur ?


Der Schwimmsport muß gesichert werden - hier das Hallenbad in Berg

NEUMARKT. Um den Schwimmsport im Landkreis Neumarkt zu sichern braucht man nach Meinung der SPD nicht unbedingt ein Neumarkter Ganzjahresbad. Wenige Tage vor der wichtigen Kreistags-Entscheidung bezeichnen die Genossen die Bäderinfrastruktur für den Schimmunterricht als ausreichend.

Mit den bestehenden Hallenbädern in Parsberg, Berching, Neumarkt und Berg könne der Landkreis Neumarkt neben den Frei- und Naturbädern während des gesamten Jahres den Schwimmunterricht der Schulen sowie sowie die Ansprüche der Vereine und der Bürger sichern.

Generell stecke die Schwimmkultur in Bayern in der Krise mit durchaus problematischen Folgen. Nach Angaben von Fraktionsvorsitzendem Helmut Himmler steige der Anteil der Nichtschwimmer in den Schulen drastisch an und Jahr für Jahr ertrinken daher in Bayern etwa 80 Menschen, was in jedem Einzelfall eine menschliche Katastrophe sei.


Fast ein Drittel der öffentlichen Bäder im Freistaat sei sanierungsbedürftig, viele Kommunen wollen oder können sich diesen Luxus nicht mehr leisten - auch weil sich der Freistaat Bayern nicht angemessen an den Sanierungskosten beteilige.

"Thermenpaläste und Massagedüsen-Oasen" seien keinesfalls ein Ersatz für die Hallenbäder. Dort werde nämlich nicht geschwommen, sondern geplantscht. Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, nannte diese Entwicklung dramatisch. "Die motorischen Defizite bei Schulkindern werden immer schlimmer", wurde er zitiert. Zum Schwimmen gebe es schon aus gesundheitspolitischer Sicht keine Alternative. Die Politik müsste doch das größte Interesse am Fortbestand der Bäder haben, sagt Kraus.

Es sei seltsam, dass einerseits das ganze Leben immer mehr auf Sicherheit getrimmt wird, dass Kinder aber andererseits nicht mehr schwimmen lernen, eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen überhaupt.

Für die regionalen Hallenbäder - Neumarkt und Parsberg werden derzeit vom Landkreis betrieben - soll nunmehr für den Standort Neumarkt am 3. Juli durch den Kreistag Klarheit geschaffen werden. Dazu liegen zwei Varianten vor. Der Schwimmunterricht für die Landkreis-Schulen kann in der Variante Neumarkt-Berching-Parsberg, aber auch in der Variante Berg-Berching-Parsberg - also ohne Neumarkt - sichergestellt werden, wobei der Landkreis nur für den Schwimmunterricht, nicht aber für den Bau und Unterhalt eines Hallenbades für die Bevölkerung zuständig sei. Das ist Aufgabe und Entscheidung der Gemeinden, wie das in Berching und Berg praktiziert und von diesen Gemeinden auch in vollem Umfang finanziert wird.

Der Landkreis werde - so die SPD-Kreistagsfraktion bei ihrer Sitzung in Dietfurt - künftig in Neumarkt kein Hallenbad mehr betreiben, sondern den Schwimmunterricht im Norden des Landkreises im geplanten Ganzjahresbad Neumarkt oder im noch zu modernisierenden Hallenbad in Berg sichern. Dazu haben die Stadt Neumarkt und die Gemeinde Berg ein Angebot über eine Kostenbeteiligung an den anstehenden Baumaßnahmen in Höhe von je 3,95 Millionen Euro und an den Betriebskosten der tatsächlich abgeleisteten Schwimmstunden erhalten.

Zum 1.1.2020 muss das neue Angebot für den Schwimmunterricht zur Verfügung stehen und der Landkreis werde dann den Betrieb des bestehenden Hallenbades an der Mühlstrasse einstellen.

Der Gemeinderat der Gemeinde Berg hat das Angebot des Landkreises bereits angenommen und wäre mit den Bedingungen einverstanden. Sofern auch der Stadtrat der Stadt Neumarkt der vorliegenden Variante zustimmt, würde der Standort Neumarkt Vorzug vor dem Standort Berg erhalten, weil die Landkreisschulen in Neumarkt liegen. Nach Berg wären generell Busfahrten nötig. Allerdings werden auch zum Neumarkter Hallenbad bereits jetzt 80 Prozent der Schüler mit dem Bus gefahren.

Für die SPD-Vertreter im Kreistag ist nach Darlegung von Bürgermeisterin Carolin Braun wichtig, dass es jetzt nicht wieder zu einer Hängepartie in der Hallenbadfrage kommt, sondern dass eine klare Entscheidung getroffen wird, die dann aber auch konsequent vollzogen wird. Schließlich haben sowohl der Kreistag wie auch der Stadtrat Neumarkt bereits vor drei Jahren entschieden, dass das Hallenbad des Landkreises von der Stadt übernommen wird. Vollzogen wurden die Beschlüsse aber nicht.

Dies werde jetzt anders sein, denn die Regelung mit der Variante Berg oder Neumarkt muss bis spätestens 30. September notariell beurkundet werden. Daher schaffe die Entscheidung des Kreistags am 3. Juli völlige Klarheit und werde deshalb von der SPD-Kreistagsfraktion auch befürwortet.


Die Tage des Neumarkter Landkreis-Hallenbades sind gezählt


21.06.15

"Baugebiet ausweisen"

NEUMARKT. Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt in einem Schreiben an den OB die Ausweisung eines Baugebietes im Stadtteil Woffenbach.

Der Antrag wurde gleich von "fünf Woffenbachern" - neben SPD-Fraktionsvorsitzender Ursula Plankermann auch von Familien-Referentin Gertrud Heßlinger und den Stadträten Karlheinz Brandenburger, Günther Stagat und Gisela Stagat - unterzeichnet. Man würde sehr häufig, insbesondere von jungen Familien, mit der Frage konfrontiert, wann die Stadt in Woffenbach ein neues Baugebiet ausweise, heißt es in den Schreiben.


Angeblich besitzt die Stadt ein größeres zusammenhängendes Grundstück für etwa acht bis zehn Bauplätze parallel hinter der Häuserreihe in der Staufer Straße. Für dieses Grundstück sollte nach Meinung der SPD ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden.

Woffenbach sei der größte Stadtteil mit einer sehr guten sozialen Infrastruktur, zwei Kindergärten, Kinderkrippe, Grundschule, Mittelschule und dezentralen Einkaufsmöglichkeiten. Wegen des demographischen Wandels müsse "es unser Ziel sein, junge Familien in Woffenbach zu halten", schrieben die SPD-Stadträte.

10.06.15


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