Christlich Soziale Union

Ehrenämter koordinieren

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt erhält 36.000 Euro für die Gründung eines "Koordinierungszentrums für bürgerschaftliches Engagement".

Das teilte am Mittwoch Landtagsabgeordneter Albert Füracker mit. Durch das Modellprojekt soll ein flächendeckender Auf- und Ausbau einer effizienten Infrastruktur für Bürgerschaftliches Engagement (BE) in Bayern gefördert werden. Das Sozialministerium will vor allem den strukturschwachen ländlichen Raum unterstützen.

20 Landkreise und kreisfreie Städte können nun solche Koordinierungszentren einrichten. "Darunter fällt auch der Landkreis Neumarkt", so MdL Albert Füracker.

Aufgaben des Koordinierungszentrums sollen die Vernetzung der bereits bestehenden Aktivitäten des "regionalen Bürgerlichen Engagements", die Bereitstellung von Informationen und fachliche Beratung, die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung von geeigneten lokalen Projekten sein. So könne nach Meinung Fürackers die ehrenamtliche Arbeit im Landkreis Neumarkt bestmöglich gefördert werden.

Insgesamt stellt der Freistaat Bayern 650.000 Euro für das Projektmodell bereit. Voraussetzung für eine Förderung ist ein Eigenanteil der Landkreise mindestens in der Höhe der staatlichen Förderung. Ferner muss mindestens eine hauptberufliche Halbtagskraft in dem Zentrum beschäftigt werden.
10.03.10

"Keine Zukunft..."


CSA-Vorsitzende Heidi Rackl bedankte sich zusammen mit Karl
Klebl, 2. Bürgermeister von Berngau, und Alexander Ströber
von der Mittelstandsunion bei Alfred Greser mit einem
"Sitzungskissen".
NEUMARKT. "Ohne Handwerk keine Zukunft – mit dem Handwerk auf die Uni" – unter diesem Motto stand eine Besichtigung mit anschließendem Fachgespräch im Bildungszentrum Neumarkt.

Die Arbeitnehmergruppe der CSU unter ihrer Vorsitzenden Heidi Rackl besuchte zusammen mit der Mittelstandsunion und dem CSU-Ortsverband Berngau die Einrichtung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, die deren Leiter Alfred Greser vorstellte. Beeindruckt waren die Besucher von dem breiten Spektrum des Hauses.

Angeboten wird eine systematische Berufsorientierung für Schüler, aber auch eine Berufsqualifizierung, die auf den Besuch einer Meisterschule und später einer Universität vorbereitet. In den modernst eingerichteten Werkstätten und Lehrsälen wird für zahlreiche Handwerksberufe die überbetriebliche Ausbildung durchgeführt, beispielsweise in den Metall-, Elektro-, Kfz- und Holzberufen. Stolz berichtete Alfred Greser auch davon, dass bereits Gruppen aus Kindergärten kommen, um sich über das Handwerk zu informieren.

In der Diskussion wurde dann auch sehr schnell deutlich: Das Handwerk ist mehr denn je auf qualifiziert ausgebildete junge Leute angewiesen. Beklagt wurde allerdings auch, dass durch die Spezialisierung der Berufe während der Ausbildung nicht mehr alle Fertigkeiten vermittelt werden, die in den Betrieben gebraucht werden.

Deutlich wurde auch, dass Handwerksbetriebe angeblich am liebsten auf Hauptschüler zurückgreifen, wenn sie ihre Ausbildungsstellen besetzen. Deshalb sollte die Kooperation zwischen Handwerk und Schule noch besser vernetzt werden. Junge Menschen sollen möglichst frühzeitig die Vielfalt des Handwerks kennen lernen. "Und auch die Wege von der handwerklichen Ausbildung zum Studium sind viel zu wenig bekannt", so Heidi Rackl. Die CSA-Vorsitzende kündigte an, dass es zu diesem Thema demnächst eine weitere Veranstaltung gibt, bei der junge Menschen von ihrem Weg von der handwerklichen Grundausbildung zur Universität berichten.

Sorge machen nach wie vor die jungen Menschen, die die Schule ohne Ausbildung verlassen. "Allen eine Chance für eine Ausbildung" – unter diesem Motto wurde angeregt, zusammen mit den in Neumarkt schon erfolgreich arbeitenden Institutionen ein Konzept zu erarbeiten und junge Menschen gezielt zu fordern und fördern.
05.03.10

Neuer Fraktionssprecher


Werner Thumann
NEUMARKT. Werner Thumann ist neuer Fraktionsvorsitzender der CSU im Neumarkter Stadtrat. Er löste am Montagabend Dr. Heinz Sperber ab.

Bei einer Klausurtagung der Fraktion wurde Thumann einstimmig gewählt, nachdem Sperber das Amt zur Verfügung gestellt hatte. Obwohl das Wort "OB-Kandidat" offiziell noch nicht in den Mund genommen wurde, gilt Werner Thumnn nach der Wahl am Montagabend als Anwärter für den Herausforderer bei den Oberbürgermeister-Wahlen in knapp zwei Jahren.

Zumal der bisherige Fraktionsvorsitzende Dr. Heinz Sperber im Gespräch mit neumarktonline erklärt hatte, er halte es für vernünftig, daß der künftige OB-Kandidat auch Fraktionssprecher werden solle: "das gehört in eine Hand!".

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende wurde am Montagabend wegen der fortgeschrittenen Zeit noch nicht gewählt.

Die Klausurtagung wird am Dienstagabend fortgesetzt - dann stehen auch wichtige Neumarkter Themen wie Biomassekraftwerk oder Unteres Tor auf der Tagesordnung.
02.03.10


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MdEP Albert Deß

ISSN 1614-2853
9. Jahrgang
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