SPD Neumarkt

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"Renten-Herbst" angekündigt

NEUMARKT. Der Neumarkter IG Bau-Bezirks-Chef Peter Prison forderte die Bundestagsabgeordneten der Region auf, die "Rente mit 67" zu kippen.

Der Gewerkschafter kündigte einen "Renten-Herbst" an und sprach die Hoffnung aus, daß die SPD im Landkreis Neumarkt eine "Kehrtwende bei Rente 67 flankiert.

Bauarbeiter im Landkreis Neumarkt wollen bei der "Rente mit 67" nicht locker lassen, hieß es am Donnerstag von der IG Bau. Im Herbst soll die Rente auf den Baustellen und in den Betrieben eine zentrale Rolle spielen.

"Nicht einmal jeder zehnte Bauarbeiter schafft es, in seinem Job durchzuarbeiten und mit 65 in Rente zu gehen. Mehr als 40 Prozent der Maurer und Poliere müssen mit einer Erwerbsminderungsrente aus dem Berufsleben ausscheiden, weil sie körperlich kaputt sind. Sie leben dann durchschnittlich von nur 643 Euro Rente pro Monat", sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberpfalz, Peter Prison. Viele erreichten nicht einmal die Erwerbsminderungsrente. Sie scheiterten bereits an den enorm hohen Hürden, an Gutachtern und Gerichten. Der Zugang zur Erwerbsminderungsrente müsse dringend erleichtert werden.

"Ein Großteil der Bauarbeiter geht direkt aus der Arbeitslosigkeit in die Rente, viele nur mit Hartz IV. Das ist die traurige Renten-Realität in Deutschland", so Prison. Im Schnitt sind Bauarbeiter nach Angaben der IG Bauen-Agrar-Umwelt Oberpfalz nicht einmal 59 Jahre alt, wenn sie die Kelle aus der Hand legen müssen. "Wer Baubeschäftigten trotzdem die Rente mit 67 verordnen will, der hat noch nie einen Fuß auf eine Baustelle gesetzt", so Prison. Er forderte die heimischen Bundestagsabgeordneten auf, bei der anstehenden Abstimmung im Herbst die Rente mit 67 im Parlament zu kippen.

Die Rente mit 67 bedeute nichts anderes als eine drastische Rentenkürzung: "Jedes Jahr, das ein Arbeitnehmer früher in Rente gehen muss, schlägt mit 3,6 Prozent Abzug von der Regelrente zu Buche. Bleibt es bei der Rente mit 67, dann haben Bauleute in Zukunft mit enormen Rentenabschlägen zu rechnen", so der Gewerkschafter. Dies betreffe ebenso viele andere Berufe – vom Gärtner bis zur Gebäudereinigerin.

An die SPD im Landkreis Neumarkt appellierte Prison, ihre Delegierten für den Bundesparteitag Ende September in Berlin in der Rentenfrage "zu impfen". Es sei ein wichtiges bundespolitisches Signal, wenn die SPD jetzt zu einer Kehrtwende bei der Rente 67 bereit sei. "Die SPD hat die Chance, das Rentenruder herumzureißen". Prison forderte alle SPD-Mitglieder im Landkreis Neumarkt auf, "intensiv Einfluss auf ihre Delegierten zu nehmen und diese von einer Rückholaktion bei der Rente mit 67 zu überzeugen".

Die IG BAU Oberpfalz spricht sich für eine grundlegende Reform des Rentensystems aus: "Wir brauchen eine Rentenkasse, in die alle einzahlen – Arbeiter und Angestellte genauso wie Beamte, Selbstständige, Politiker", sagt Peter Prison. Dabei sollten alle Einkommensarten berücksichtigt werden – "der Lohn genauso wie beispielsweise Mieteinnahmen oder Aktiengewinne", so der IG-BAU-Bezirksvorsitzende.

19.08.10

"Absoluter Spitzenplatz"

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt belegt beim Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien mit 16 Prozent den absoluten Spitzenplatz in der Oberpfalz.

Darauf wies der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) in einer Pressemitteilung am Mittwoch hin. Pilsach mit 46 Prozent sowie Velburg und Mühlhausen mit jeweils 36 Prozent seien die drei Gemeinden, die weit vorne liegen.

Der Landkreis insgesamt erzeugt 16 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien, viel mehr als die Oberpfalz (9 Prozent), Bayern (8 Prozent) oder die Bundesrepublik (12 Prozent). In Ostdeutschland ist man hier allerdings schon viel weiter: In Sachsen-Anhalt liegt die Meßlatte bei 42 Prozent.

Die Informationen zur prozentualen Verwendung von erneuerbaren Energien einzelner Gemeinden und Regionen stammen von der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS), die jetzt eine "Energielandkarte" zur Verfügung stellt, erklärte Strobl: "Hier werden auch bis in jede oberpfälzer Gemeinde hinein Zahlen erhoben, wie weit man hier schon in Sachen Erneuerbare Energien gekommen ist. Ein wichtiger Schritt, um bei diesem vordringlichen Thema Maßstäbe setzen zu können".

Allerdings, so Strobl, handle es sich hier nur um die Stromproduktion und den Strom-Verbrauch. Der Bereich Heizung und Verkehr, der zusammen mehr als 70 Prozent des Energieverbrauchs ausmacht, sei darin nicht enthalten. Die Erneuerbaren Energien hätten 2008 den CO2-Ausstoß um 107 Millionen Tonnen vermindert, das seien rund zwölf Prozent der Gesamtmenge. Es komme also darauf an, insgesamt Energie einzusparen.

Trotzdem seien die Zahlen der DGS interessant. Die bisherigen Erfolge seien vor allem darauf zurückzuführen, dass Bürger sich im Bereich "Regenerative Energien" engagieren. Mehr Unterstützung bedürfe es hier durch die Landespolitik. Gemäß den Berechnungen des DGS liegt mit Stand vom Juli die Oberpfalz insgesamt mit einem Anteil von neun Prozent an Erneuerbaren Energien noch einen Prozentpunkt über dem bayerischen Landesdurchschnitt von acht Prozent. Sie liegt jedoch zusammen mit Unterfranken nur auf Platz drei nach den Spitzenreitern der Bayerischen Regierungsbezirke Niederbayern (15 Prozent) und Schwaben (12 Prozent).

Ein Problem mit den von der DGS vorgestellten Zahlen ist, dass sie sich lediglich auf die Daten stützen können, die auch gemäß dem Erneuerbare Energien Gesetz gemeldet wurden. "Mit der Datenqualität gibt es Lücken in vielen Bundesländern, denn viele Anlagen werden nicht oder nicht korrekt oder erst mit Verzögerung von den Regierungen gemeldet", betont Strobl, der weiß, dass es in vielen Gemeinden des Landkreises begrüßenswerte Initiativen gibt.

"Ich werde mich jetzt im Landtag dafür stark machen, dass von der Staatsregierung die Einspeisungsdaten von allen Gemeinden erfasst und gemeldet werden, damit man ein realistisches Bild des Entwicklungsstandes bekommt. Der Anteil an Erneuerbaren Energien in Bayern müsse erhöht werden.

Die Region "Neumarkt in der Oberpfalz" hat folgende Spitzenreiter: Die Daten entsprechen dem Stand vom 12.Juli 2010. Dabei ist die Wasserkraft nicht mit beinhaltet, da sie in den EEG-Meldungen nicht berücksichtigt wird.


Link zum Thema: www.energymap.info
sor


18.08.10

Genossen besucht


Florian Pronold (2.v.l.) besuchte das Neumarkter Volksfest
NEUMARKT. Im Rahmen der Sommertour besuchte der SPD-Landesvorsitzende und Vize der Bundestagsfraktion, MdB Florian Pronold, die Genossen in Neumarkt.

Begleitet wurde er vom MdL REinhold Srobl, Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrätin Carolin Braun, Ortsvereinsvorsitzender Johannes Foitzik und Fraktionsvorsitzenden Gertrud Heßlinger.

Erster "Tagesordnungspunkt" war ein Besuch der Kinderkrippe "Villa Kunterbunt" im Ortsteil Woffenbach, die auf "hartnäckiges Intervenieren" der SPD-Stadtratsfraktion entstanden sei. Sie kann heuer ihr fünfjähriges Bestehen feiern. Sie war die erste Kinderkrippe in der Stadt Neumarkt und hat wird heute dreigruppig geführt. Derzeit besuchen 46 Kinder die Kindertagesstätte.

Danach besuchte Florian Pronold mit den Neumarkter Genossen das Volksfest, von dem er "total begeistert" war. Er sicherte spontan ein erneutes Kommen zu.

12.08.10


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MdEP Albert Deß

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