Kirchen

Erlös für Orgelrenovierung

NEUMARKT. Am vierten Fastensonntag (Laetare) veranstaltet die Hofpfarrei um 17 Uhr in der Hofkirche eine kirchenmusikalische Feierstunde als Passionskonzert, dessen gesamter Spendenerlös der Orgelrenovierung zufließt.

Unter der Leitung von Regionalkantor Helmut Lehner, der ein anspruchsvolles und sehr interessantes Programm zusammenstellte, musiziert die Kantorei "Musica vocalis" der Hofkirche Raritäten der Chormusik zur Fasten und Passionszeit. Unter anderem kommen Werke von Palestrina, Lotti, Hammerschmidt und Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung. Lehner interpretiert auf der renovierten historischen Orgel die Sonate in C-Dur, BWV 529 von Johann Sebastian Bach. Monsignore Dekan Richard Distler fungiert als Sprecher.

Nach dem Konzert, das ohne Beifallskundgebung in Stille ausklingen soll, läuten die Glocken. Die Kirche ist beheizt, der Eintritt frei.

Regionalkantor Lehner bietet jetzt allen musikbegeisterten und interessierten Chorsängern die Möglichkeit, als Zuhörer während einer Probe dabei zu sein. Sänger, die seinen Anforderungen entsprechen und anspruchsvollste Chormusik umsetzen möchten, ohne sich zu verpflichten, dürfen ganz unverbindlich freitags um 19.30 Uhr bei einer Probe in der Aula des Ostendorfer Gymnasiums Neumarkt selbst mitwirken. Gute, ausbaufähige Stimme und Notenkenntnisse müssen vorhanden sein. Leichtes "Vom-Blatt-Singen", eine disziplinierte und beständige Mitarbeit setzt Lehner ebenfalls voraus, wie Erfahrung im Chorsingen. Jeder Sänger bereitet sein Programm häuslich vor, damit die Proben noch effizienter gestaltet werden können. Anfragen unter Telefon 09181/460351.
11.03.10

"Unterwegs nach Golgatha"

NEUMARKT. Am Donnerstag findet um 19 Uhr in der Christuskirche die vierte Passionsandacht der Reihe "Unterwegs nach Golgatha" statt.

Musik, Texte und Kerzen sollen zu Meditation und Besinnung einladen. Simon von Kyrene, der Jesus das Kreuz abnahm, steht im Mittelpunkt. Eva-Maria Betz (Sopran) singt Arien von Johann Sebastian Bach, begleitet von Gerhard Riedel an der Eule-Orgel.

Dekan Dr. Norbert Dennerlein will mit betrachtenden Texten zum eigenen Nachdenken anregen. Der Eintritt ist frei. Donnerstag, 11. März 2010, 19 Uhr, Christuskirche Neumarkt
09.03.10

Unterschied durch Briefwahl

NEUMARKT. Die Beteiligung an den Pfarrgeminderatswahlen im Landkreis Neumarkt lag weit höher als im Gesamt-Bistum.

Während sich der Geschäftsführer des Diözesanrates Eichstätt, Richard Ulrich, über die Wahlbeteiligung in der Diözese mit 18.6 Prozent bereits "zufrieden, aber nicht begeistert" zeigte, gingen in den Dekanaten des Landkreises deutlich mehr Katholiken zur Wahl: Im Dekanat Neumarkt wurden 23,7 Prozent, im Dekanat Kastl (mit Lauterhofen) 23,9 Prozent und in Berching und Velburg sogar 30,6 und 30,9 Prozent der Wahlberechtigten gezählt.

Ausreißer in beiden Richtungen waren Wahlbeteiligungen von 66 Prozent im 700-Katholiken-Ort Preith bei Eichstätt, und 1,9 Prozent in der Stadtpfarrei St. Josef in Ingolstadt.

In Neumarkt konnte man deutlich die Auswirkungen der Briefwahl sehen: 20 Pfarrgemeinden haben sie heuer bei der Wahl zum ersten Mal praktiziert. Die größte Pfarrei im Bistum, St. Johannes in Neumarkt, hat dadurch eine überdurchschnittliche Wahlbeteiligung von 27,5 Prozent erreicht, während sich die ähnlich große Nachbarpfarrei Zu Unserer Lieben Frau mit 8,3 Prozent begnügen musste.
08.03.10

Kloster-Gründerin gedacht


Nach dem Gottesdienst folgte ein Gedenken in der winterlichen Klosterruine

NEUMARKT. Die Gemeinde Berg will heuer an Katharina von Pommern in Unterölsbach mit einem Kunstwerke mit Informationstafel erinnern.

In diesem Jahr sind es 590 Jahre, dass sie das Kloster Gnadenberg gegründet hat.

Am Sonntag erinnerte Pfarrer Hans Reicherzer beim Gottesdienst in St. Birgitta in Gnadenberg anläßlich des Todestags der Katharina von Pommern an ihr Wirken. Ohne sie wäre das Birgittenkloster Gnadenberg wohl nie entstanden. Am Gottesdienst und dem anschließenden Gedenken in der winterlichen Klosterruine nahmen auch das markgräfliche Gefolge aus Neumarkt sowie Bürgermeister Helmut Himmler teil.

Die um 1390 geborene Katharina von Pommern-Stolp wurde 1407 mit dem jungen Pfalzgraf Johann verheiratet. Im Ehevertrag wurden der Braut Neumarkt und andere Orte als "Leibgeding" zugesagt und sie brachte 40.000 Gulden Mitgift in die Ehe ein.

Auf Bitten und Drängen seiner Ehefrau stiftete Johann das Kloster Gnadenberg am sogenannten Eichelberg, was für das kleine Fürstentum Johanns eine gewaltige Aufgabe bedeutete. Im Jahr 1420 genehmigte Papst Martin die Errichtung des Klosters gemäß den Regeln der heiligen Birgitta.

Katharina hatte mit Johann sechs Kinder, von denen aber nur der 1416 in Neumarkt geborene Christoph das Erwachsenenalter erreichte. Die Pfalzgräfin starb am 12. März 1426 und wurde im Kloster Gnadenberg beigesetzt, während ihr Ehemann Johann in Neunburg seine letzte Ruhe finden wollte.
07.03.10


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MdEP Albert Deß

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