SPD Neumarkt

"Menschlich und unaufgeregt"

NEUMARKT. Der Kreistag soll sich in einer öffentlichen Sitzung mit der Thematik Asylbewerber und Flüchtlinge im Landkreis Neumarkt auseindersetzen.

Das beantragte die SPD-Kreistgagsfraktion in einem Schreiben von Fraktionsvorsitzendem und stellvertretendem Landrat Helmut Himmler an Landrat Willibald Gailler. Bei der Sitzung müßten Themen wie die aktuelle Situation der Unterbringung, die Beschulung der Kinder und Jugendlichen, die Arbeit in der vorschulischen Erziehung, die Asylsozialarbeit, die Arbeit und das Engagement der Ehrenamtlichen, die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt, die Integrationskurse der VHS und die Lernmittelfinanzierung für die Deutsch-Kurse auf der Tagesordnung stehen.


Außerdem soll eine hauptamtliche Ehrenamtskoordinationsstelle bei der Asylsozialberatung der Diakonie eingerichtet werden. Im Landkreis seien derzeit zwei Mitarbeiterinnen in der Asylsozialberatung tätig. Bei aktuell 818 Asylbewerbern in Unterkünften sowie 212 Menschen in der "Erstaufnahmeeinrichtung Delphi-Halle" wären vier Mitarbeiter erforderlich. Eine weitere Stelle könnte die Asylsozialarbeit verstärken und dort unter anderem koordinierend im Bereich des Unterrichts, der Ausbildung und der Integration in den regionalen Arbeitsmarkt geschaffen werden. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration beabsichtigt die Förderung von hauptamtlichen Ehrenamtskoordinationsstellen im Bereich Asyl für zunächst bis zu zehn Modellkommunen in Bayern, hieß es.

Die Thematik Asyl werde durch die Medien nahezu täglich als "Katastrophenszenario" dargestellt, ohne Ursachen und Hintergründe der Flucht von Menschen nach Europa angemessen zu beleuchten, heißt es in dem Schreiben der SPD. Vielen der Bürger bereite der enorme Zustrom von Menschen aus den Kriegs- und Elendsgebieten Unbehagen, Sorge und Angst. Insbesondere wisse man nicht, ob und in welchem Umfang die Entwicklung in den kommenden Jahren anhalten werde.

Im Landkreis Neumarkt sei es "unsere gemeinsame Aufgabe, die zu uns kommenden Menschen anständig, würdig und menschlich aufzunehmen, unterzubringen und zu behandeln", heißt es weiter. Das alles funktioniere hier insgesamt sehr gut und insbesondere die zahlreichen Ehrenamtlichen trügen erheblich zu dieser positiven Situation bei.

Der "Neumarkter Weg" des Umgangs sei menschlich, unaufgeregt, dezentral, professionell und auf Konsens bedacht. "Menschlichkeit ist gewiss auch ein wichtiges Prädikat einer Region und darum sollten wir uns auch weiter konsequent bemühen", schreibt Himmler.

Dennoch müssee man auch die Sorgen und das gegebene Unbehagen in der Bevölkerung im Landkreis sehen "und begründen, dass wir die nicht einfache Herausforderung gut bewältigen". Viele der Asylbewerber würden nach Abschluss ihres Verfahrens sicher nicht im Land bleiben können. Denjenigen, die bleiben können und wollen, werde man im eigenen Interesse der Neumarkter Region den Zugang in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Die Zuwanderer der Gegenwart würden gebraucht für den Arbeitsmarkt und trügen damit als künftige Steuer- und Beitragszahler zur gesicherten Finanzierung öffentlicher Aufgaben, der Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung bei.

Es sei selbstverständliche Aufgabe der Politik auf allen Ebenen, diese Zusammenhänge und mithin die Erfordernisse der Zukunft den Menschen zu vermitteln, heißt es in dem SPD-Schreiben abschließend. "Auch das ist keine einfache Aufgaben, aber wir müssen und werden sie leisten".

06.09.15

"Unaufgeregt und im Konsens"

NEUMARKT. Die Kreisräte der SPD wollen die Zuwanderung in den Landkreis sachgerecht, unaufgeregt, kompetent sowie in möglichst großem politischen und gesellschaftlichen Konsens regeln.

Das funktioniere dank der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in diesem schwierigen Aufgabenbereich bislang sehr gut und konfliktfrei, hieß es.


Die SPD-Vertreter im Kreistag wollen aber auch in Zukunft „einen anständigen Umgang“ mit den Asylbewerbern, Flüchtlingen und Menschen in existenziellen Notlagen garantieren. Vor diesem Hintergrund werden sich die Kommunalpolitiker am Freitag in ihrer Geschäftsstelle in Neumarkt mit den entsprechenden Themen befassen.

02.09.15

Jusos im Feuerwehrauto

NEUMARKT. Von Montag bis Freitag nächster Woche sind die Jusos aus dem Kreisverband Neumarkt mit dem roten Bus des bayerischen Juso-Landesverbandes, einem ehemaligen Feuerwehrauto, in und rund um Neumarkt unterwegs.

Organisiert und begleitet wird die Tour von Danielle Gömmel und Martin Beiderbeck vom Juso Kreisvorstand.


Am Montag- und Dienstagabend ist der Bus auf dem Volksfest Parsberg, am Dienstag tagsüber macht der Bus Halt am Marktplatz in Neumarkt. Außerdem stehen noch ein Gespräch über die Situation von Asylbewerbern im Landkreis Neumarkt, ein Vormittag bei Carolin Braun, der Bürgermeisterin von Dietfurt, mit interessanten Einblicken in die Kommunalpolitik und eine Ferienaktion auf dem Tourplan.

Die Neumarkter Jusos machen zudem Werbung für ihr neues Projekt "10 unter 25", bei dem sie Jugendliche für politische Projekte und Veranstaltungen, wie beispielsweise Kamingespräche mit Abgeordneten und einer Landtagsfahrt gewinnen wollen.

Der Bus begleitet die Kampagne der Bayerischen Jusos rund um das Thema Freiheit. Damit wollen die Jusos an den Infoständen und durch Aktionen ihre Vorstellungen einer freien und solidarischen Gesellschaft und Alternativen zur "rückwärtsgewandten Jugendpolitik in Bayern" zeigen.

22.08.15


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