NEUMARKT. Im Vergleich zu anderen Regionen bewertet Stellvertretender Landrat Himmler die Flüchtlings-Situation im Landkreis als "wahrlich sehr gut".
SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte bei der Flüchtlingskonferenz der Sozialdemokraten im Willy-Brandt-Haus in Berlin insbesondere den bayerischen Kommunen ein großes Lob für deren "Herkulesaufgabe der letzten Monate" aus gesprochen und allen Ehrenamtlichen für deren großartiges Engagement gedankt.
Himmler nahm dieses Lob "gerne stellvertretend für den Landkreis Neumarkt mit all den hier engagiert arbeitenden professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeitern" entgegen.
Man habe mit dem "Neumarkter Weg" der dezentralen Unterbringung einen guten und professionellen Weg der Unterbringung der Flüchtlinge, arbeite an der Integration und all das in gutem Stil ohne nennenswerte Konflikte. Die Lage in den Großstädten sei da völlig anders und viel schwieriger.
13.11.15
Stadt soll sich bewerben
NEUMARKT. Die SPD-Stadtratsfraktion bat die Stadtverwaltung, sich um ein Bundessanierungsprogramm für kommunale Projekte zu bewerben.
In dem von
Bundesbauministerin Barbara Hendricks vorgestellten Programm in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur würden größere Projekte mit deutlichen stadtentwicklungspolitischen Impulsen für die Stadt oder Gemeinde gefördert.
Förderfähig seien vor allem investionsvorbereitende Projekte wie
Sportstätten oder Jugend – und Kultureinrichtungen.
Die Neumarkter SPD-Stadtratsfraktion denke hier vor allem an den Kinderhort in der Bräugasse, an den integrativen Kindergarten
Pusteblume sowie das Ganzjahresbad, hieß es.
14.10.15
"Besonderes Selbstverständnis"
NEUMARKT. Die SPD-Kreistagsfraktion hat bei ihrer letzten Sitzung die "besondere Bedeutung" von Parsberg im Landkreis Neumarkt betont.
Parsberg sei insbesondere wegen der kommunalen Baulandpolitik auf Wachstumskurs und verzeichne eine stetig steigende Bevölkerung, informierte Bürgermeister Josef Bauer die SPD-Kreistagsfraktion bei deren Besuch im Rathaus der Stadt. Derzeit leben 6800 Bürger in Parsberg und mit den in den Gemeindeteilen wohnenden Amerikanern des Truppenübungsplatzes seien es mehr als 7000 Menschen.
Man habe in den vergangenen Jahren beträchtlich investiert - unter anderem in das Burgareal. Die Burg sei mit dem neuen Burgsaal ein Alleinstellungsmerkmal Parsbergs, auf das man auch stolz sei. Nun stehe als große Aufgabe die Neugestaltung der Innenstadt an. Die Stadt habe eigentlich keine Mitte mit einem einladenden Platz und das werde eine der wichtigen Zukunftsaufgaben zur Steigerung der Attraktivität der Stadt sein.
Das Bevölkerungswachstum sei auch auf die Einrichtungen des Berzirks Oberpfalz und des Landkreises (Krankenhaus, Realschule, Gymnasium, Turnhallen, Hallenbad, Sonderpädagogisches Förderzentrum) zurückzuführen und er sei dem Landkreis auch sehr dankbar für das Engagement mitsamt den Investitionen.
In der Stadt habe man für den Sport und Veranstaltungen sieben Halleneinheiten und davon stelle fünf der Landkreis kostenlos zur Verfügung.
Stadt- und Kreisrat Erwin Jung sah allerdings keinen Grund zu Dankbarkeit gegenüber dem Landkreis. Parsberg sei bis zur Gebietsreform in den 1970er Jahren ein eigener Landkreis gewesen und darin sei ein besonderes Selbstverständnis Parsbergs begründet. Er kritisierte massiv den Verlust der Selbständigkeit des Kreiskrankenhauses und in diesem Zusammenhang die Verlagerung der Akutgeriatrie von Parsberg nach Neumarkt. Aus seiner Sicht habe man damit die schleichende Liquidation des Parsberger Krankenhauses auf den Weg gebracht und das sei über Parsberg hinaus ein riesiger Nachteil für den Süden des Landkreises.
Dazu sagte Fraktionsvorsitzender Helmut Himmler, dass Parsberg neben dem starken Neumarkt im Norden das zweite Zentrum des Landkreises sei und in der Tat sehr viel für die Stadt getan und aus dem Kreishaushalt finanziert werde. Diesen bewährten Weg sollte man auch in Zukunft fortführen zum Vorteil des ganzen Landkreises. Grundsätzlich seien starke Landkreisgemeinden Garanten einer weiterhin positiven ökonomischen und kulturellen Entwicklung der Region Neumarkt in der Metropolregion Nürnberg.