NEUMARKT. Für alle kleinen Feen, Indianer, Draculas und anderen Faschingsbegeisterten findet am Sonntag, 2.Februar, von 14 bis 17 Uhr wieder der große Kinderfasching der Neumarkter SPD im Johanneszentrum statt.
Neben Spielen und Spaß erwartet die kleinen Narren ein Besuch des Kinderprinzenpaares der Sulzbach-Rosenberger Faschingsgesellschaft Knappnesia, die vom Tanzmariechen der Bambini-Garde begleitet werden, sowie eine Maskenprämierung.
Höhepunkt der Veranstaltung ist die große Tombola mit 400 kleinen und großen Preisen. Als Hauptpreis wartet ein Fahrrad auf den Gewinner.
Für die musikalische Untermalung sorgt DJ Spitz aus Berg. Einlass ist bereits um 13 Uhr. Der Eintritt ist für Kinder frei, für erwachsene Begleitpersonen beträgt er 3 Euro.
24.01.20
„Desaster in Parsberg“
NEUMARKT. Die schnelle Schließung des Parsberger Krankenhauses zeugt nach SPD-Meinung von einem „eklatanten Führungsversagen“ des Landrats und des Vorstands.
Das Kommunikationsmanagement der letzten Monate sei dilettantisch gewesen, hieß es in der letzten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Die Sozialdemokraten forderten in Zusammenhang mit der überraschend schnellen Ende des Krankenhauses in Parsberg (wir berichteten mehrfach) eine „umfassende Information des Kreistages zu diesem Thema“.
Das wichtigste Ergebnis der Sitzung zum Thema Gesundheitsversorgung ist nach den Worten von Fraktionssprecher Dirk Lippmann, dass die SPD im Landkreis ein ganzheitliches Gesundheitskonzept für den gesamten Landkreis anstrebe. Bergs Bürgermeister und stellvertretender Landrat Helmut Himmler sagte, dass es bei der aktuellen Diskussion um die Schließung des Parsberger Krankenhauses nicht nur um Neumarkt und Parsberg gehen dürfe, sondern dass hier alle Landkreisgemeinden eingebunden werden sollten. Die Diskussion sei hier viel zu verengt, die Prämisse müsse sein, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung im ganzen Landkreis zu erreichen. Dabei stehe im Mittelpunkt, welche Strukturen für die Zukunft tragen würden, wie die Versorgung mit Hausärzten, Fachärzten und weiteren Leistungen der Gesundheitswirtschaft zukunftsfähig geregelt werden könne.
Dabei sei natürlich das Klinikum Neumarkt ein wichtiger und tragender Baustein, sagte Kreisrat Stefan Großhauser.
Der Ärger über die vorgezogene Schließung halte bei ihm immer noch an, berichtete der scheidende Kreisrat Erwin Jung aus Parsberg und sprach von einem „eklatanten Führungsversagen des Landrats und von Vorstand Weymayr“. Früher sei beim Vorgänger-Landrat Albert Löhner immer klar gewesen, dass Parsberg ein Teil der Gesundheitsversorgung im Landkreis sei, aber bei der jetzigen Klinikleitung und Landrat Gailler als Vorsitzendem des Verwaltungsrates sei keine Strategie erkennbar gewesen, das Parsberger Krankenhaus zu erhalten.
Jung ärgere sich „maßlos“ darüber, „dass immer wieder Versprechungen gemacht wurden, um die Lorbeeren bei der Bevölkerung einzuheimsen“. In und um Parsberg sei in den vergangenen Monaten viel Vertrauen in den Landkreis kaputtgegangen.
Keisrat Josef Mayer aus Berching kritisierte, man habe den Menschen in Parsberg mit dem Haus der Gesundheit „einen Köder hingeworfen“, aber mit der vorgezogenen Schließung stehe man jetzt mit leeren Händen da. Das Kommunikationsmanagement der letzten Monate sei „dilettantisch“ gewesen. Außerdem mahnte er eine umfassende Information des Kreistages zu diesem Thema an.
Kreisrat Michael Meyer aus Pilsach brach eine Lanze für die Mitarbeiter des Parsberger Krankenhauses. Innerhalb von zwei Wochen hätten sie den Arbeitsort zu wechseln. Er forderte, sich in den entsprechenden Gremien über Unterstützungen und Regelungen Gedanken zu machen, um diese Nachteile für die Arbeitnehmer auszugleichen. Lippmann sagte zu, diese Anliegen im Sinne der Beschäftigten aus Parsberg im Verwaltungsrat zu thematisieren.
Unabhängig vom „Desaster in Parsberg“ würde am Neumarkter Klinikum – „dem wichtigsten Haus im Landkreis“ – hervorragende ärztliche, pflegerische und administrative Leistungen erbracht, hieß es. Die Landkreisbevölkerung könne Vertrauen in das Klinikum mit all den dort möglichen Leistungen haben. Auch die Beschäftigten in der Personal-Service-Gesellschaft wurden ausdrücklich in dieses Lob einbezogen.
Die Sozialdemokraten kritisierten massiv, dass das Gesundheitswesen und insbesondere die Kliniken ein Teil der „hemmungs- und wertelosen Profitwirtschaft“ geworden seien. Daher werde die SPD auch in Zukunft strikt und klar gegen eine Privatisierung des Neumarkter Klinikums sein und bleiben. Das Klinikum müsse in öffentlicher Verantwortung bleiben und dürfe niemals zum „Renditeobjekt von schnöden Kapitalinteressen“ werden.
20.01.20
„Mehr SPD tut Neumarkt gut“
Die Neumarkter Sozialdemokraten ehrten langjährige Mitglieder
Foto: Jan Seibel
NEUMARKT. Bei der traditionellen Mitgliederversammlung der Neumarkter SPD zum Jahreswechsel drehte sich in diesem Jahr alles um die anstehenden Kommunalwahlen am 15. März.
Daher war neben Stadtrats-, Kreisrats- und Bürgermeisterkandidaten auch Landratskandidat Dirk Lippmann aus Pyrbaum nach Neumarkt gekommen.
„Damit kann man sich sehen lassen“, lobte er die Arbeit des Neumarkter Stadtrats der vergangenen Jahre sowie die „frühzeitig nominierte und ausgewogene“ Kandidatenliste der Neumarkter Genossen. „Mehr SPD im Stadtrat tut Neumarkt gut“, sagte der 48jährige Lehrer.
In seiner Rede stellte Lippmann die Hauptthemen des SPD-Wahlkampfes im Landkreis vor: Ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept, neue Ansätze im öffentlichen Nahverkehr, Energieberatung bei den Bürgern zuhause sowie eine adäquate fachärztliche Versorgung in den ländlichen Gebieten – wie das Haus der Gesundheit in Parsberg – sollen die Schwerpunkte der Arbeit in der kommenden Legislaturperiode sein. Der Landkreis Neumarkt stehe zwar in vielen Rankings gut da, aber gerade in der Seniorenfreundlichkeit sei noch viel Spielraum nach oben.
Zweite Bürgermeisterin und Listenführerin Gertrud Heßlinger sagte, dass man sich die SPD „nicht schlechtreden“ lassen dürfe. Man werde auch in Zukunft für Bürger, Betriebe und Firmen in Neumarkt da sein.
Auch Heßlinger zog eine positive Bilanz der durch ökologische Nachhaltigkeit geprägten Arbeit ihrer Fraktion in den vergangenen sechs Jahren. Wichtige Stationen der SPD-Arbeit seien der Antrag auf Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, der Ratsbeschluss zur Verlegung von „Stolpersteinen“ in der Innenstadt, das erfolgreiche Bürgerbegehren zur Erhaltung des Stadtparks sowie das stete Engagement gegen Rechts gewesen.
Für ihre 50jährige Treue zur SPD wurden in diesem Jahr Gesche Zimmermann und Herbert Fuchs geehrt. Weitere Ehrungen gingen an Alfons Greiner, Horst Lausmann, Günter Thon, Joachim Krämer, Ursula Plankermann jeweils für 40 Jahre, an Christa Moritz, Petra Moritz, Matthias Lovrencic, Andrea Kreuzpointner, Karlheinz Giffing für jeweils 25 Jahre sowie Klaus Hofmann für zehn Jahre.