SPD Neumarkt

„Sorgen ernst nehmen“

NEUMARKT. Stauf und Woffenbach müssen nach Meinung der SPD-Stadtratsfraktion vor zusätzlichem Lärm und Durchgangsverkehr geschützt werden.

Man habe den dreispurigen Ausbau des Münchner/ Berliner Rings mit unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Ziel sei es, den Verkehr flüssiger zu halten und damit die CO2-Emmissionen zu verringern. Dazu würden die Sozialdemokraten auch stehen, allerdings müsse der Ausbau auch enthalten, dass die angrenzenden Stadtteile Stauf und Woffenbach vor zunehmenden Lärm und zusätzlichen Durchgangsverkehr bewahrt, der Flächenverbrauch minimiert und zudem sichere Überquerungsmöglichkeiten für Fussgänger und Radfahrer von Woffenbach nach Stauf geschaffen würden.


In diesen Zusammenhang forderte Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger, dass die wiederholten Anregungen der SPD-Stadtratsfraktion - die Anbindung der Woffenbacher ins Naherholungsgebiet nach Stauf, Berngau und Tyrolsberg in Höhe BSC oder Flurstrasse mit einer Unterführung oder mit einer Fußgängerbrücke - umgehend in die Planungen mit einfließen.

Einen Antrag für die Überquerung der Bahngleise von Woffenbach nach Pölling mittels einer Brücke oder einer Unterführung hatte die SPD Fraktion auch schon vor längerer Zeit gestellt, der sei aber von der Verwaltung nicht bearbeitet worden. Da nun der dreispurige Ausbau des äußeren Rings anstehe, müsse darin auch dringend die Querung der Rittershofer Strasse mit eingeplant werden.

Viele Woffenbacher, Staufer und Berngauer Bürger queren die Umgehung, um zur Arbeit oder in die Schule zu kommen oder um im nahe gelegenen Wald Erholung zu finden. Die Überquerung des Rings sei schon jetzt, insbesondere für Ältere oder Kinder, lebensgefährlich. Bei einem dreispurigen Ausbau würden die Probleme noch zunehmen.

Um den Lärm zu reduzieren fordert Fraktionsvorsitzende Ursula Plankermann ein Tempolimit von 22 bis 6 Uhr einzuführen. Auch die An- und Abfahrten zu den Ortsteilen müßten sensibel geplant werden, damit nicht zusätzlicher Verkehr in die Ortsteile gelockt werde.

Es sei unabdingbar, dass sich die Stadt jetzt mit der Baubehörde in Regensburg und dem Landratsamt zusammensetzt, um die berechtigten Sorgen der Bürger ernst zu nehmen.

Die Umgehung in Mühlhausen sei ein Beispiel dafür, wie unsensibel mit Flächenverbrauch umgegangen wird. So etwas dürfe „bei unserem äußeren Ring nicht passieren“, hieß es von der Neumarkter SPD.

27.01.20

Straßenverkehr ist Wahlkampf-Thema


Das Thema Straßenverkehr stand im Mittelpunkt bei der Senioren-Union
Foto: Florian Basel

Thema: ÖPNV

NEUMARKT. Am Donnerstag, 6. Februar, findet im Rahmen des Neumarkter Bürgerdialogs der Neumarkter SPD eine Podiumsdiskussion zum Thema “Öffentlicher Nahverkehr in Stadt und Landkreis“ statt.

Mit Verantwortlichen und Kunden des ÖPNV soll darüber gesprochen werden, welche Erwartungen die Neumarkter Bürger an Bus und Bahn haben, wo Probleme liegen und wie mittel- und langfristig ein leistungsfähigerer Nahverkehr als Alternative zum Individualverkehr geschaffen werden kann.

Diskussionsteilnehmer werden Michael Steinmetz von den Stadtwerken und Michael Endres vom Landratsamt sein. In der interaktiven Diskussionsrunde sollen auch Bürger zu Wort kommen und ihre Fragen an die Teilnehmer richten können.

Die Veranstaltung findet im großen Saal des Johanneszentrums statt, Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
NEUMARKT. Der Straßenverkehr zeichnet sich immer mehr als eines der wichtigen Themen für den Wahlkampf in Neumarkt ab. Neben der Mühlstraße und der Ortsumgehung Stauf steht auch der Öffentliche Nahverkehr in der Diskussion. Gedankenspielen zu einer komplett autofreien Innenstadt erteilte jetzt die CSU eine klare Absage.

„Intelligente Verkehrskonzepte“ und „Innenstadt-Entwicklung“: Diese lokalpolitischen Themen standen im Zentrum eines Informationsabends der CSU-Seniorenunion im Neumarkter Johanneszentrum. Dabei entwickelte sich eine Diskussion, an der neben den CSU-Stadträten Markus Ochsenkühn und Marco Gmelch auch Hermann Pfeifer von der Kreisverkehrswacht, CSU-Stadtratskandidaten und Gäste teilnahmen.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Seniorenunions-Vorsitzenden Siegfried Wohlmann bezogen der CSU-Faktionsvorsitzende Markus Ochsenkühn und Stadtverbandsvorsitzender Marco Gmelch Stellung zu aktuellen verkehrspolitischen Themen. Eine komplett autofreie Innenstadt sei mit der CSU-Stadtratsfraktion „nicht zu machen“, sagte Ochsenkühn. Man müsse schließlich auch die Geschäfte im Stadtzentrum im Auge behalten.

Offen zeigte er sich dagegen für weitergehende Maßnahmen, die das Durchfahrts-Verbot für Autos im Rathausbereich umsetzen helfen. Auch auf die aktuellen Diskussionen über Parkplätze im Johannesviertel, die Gestaltung des ÖPNV und die Renovierung der Mühlstraße ging Ochsenkühn ein. Zum letzten Thema forderte auch Marco Gmelch, „dass die Diskussionen um die Verkehrsführung in der Mühlstraße keinen Einfluss auf den Eröffnungstermin des neuen Schlossbades haben dürfen.“


Außerdem bescheinigten beide Stadträte der Altstadt eine insgesamt positive Entwicklung. Eine Belebung der Innenstadt erhofft man sich auch vom künftigen Hochschulstandort im Innenstadtbereich. Dadurch würden sich „tolle Chancen“ bieten, die Lebensqualität in der Stadt und den Wirtschaftsstandort Neumarkt weiterzuentwickeln.

Neumarkt brauche ein „Gesamtkonzept Verkehr“, das auf Basis eines Bewegungsprofils aller Verkehrsteilnehmer entwickelt werden muss, sagte Verkehrswacht-Vorsitzender Hermann Pfeifer. Nur wer die Neumarkter Gesamtsituation kenne, könne eine vernünftige Verkehrs-Planung leisten. Dabei müsse es vor allem darum gehen, Fußgänger als die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schützen: „Straßenverkehr ist schließlich eine soziale Veranstaltung.“

Wie sehr der Neumarkter „Verkehr“ den Senioren am Herzen liegt, zeigte die anschließende intensive Diskussion. Deshalb soll es auch eine weitere Veranstaltung zu dem Thema im Herbst geben.

24.01.20

„Unterschätztes Gesetz“

NEUMARKT. Von einer Herausforderung, die mindestens so groß sei wie die Zusammenführung von Ost und West, sprach Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im Zusammenhang mit den Bestrebungen, Deutschland bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral zu machen.

„Ohne Fridays for Future wären wir mit dem Klimapaket nicht so weit gekommen, wie wir heute sind“, sagte er im Hinblick auf den Einfluss, den die Klimabewegung um die schwedische Aktivistin Greta Thunberg auf die Politik gehabt habe. Das von der großen Koalition beschlossene Klimaschutzgesetz sei zudem das am meisten unterschätzte Gesetz der letzten Jahre.


Die Mobilität der Zukunft war das Thema des Vortrags, den Carsten Träger im Rahmen des „Neumarkter Bürgerdialogs“ der Neumarkter SPD im Johanneszentrum hielt. Dass die individuelle Mobilität ein hohes Gut sei, das es zu bewahren gelte, lag Träger am Herzen. Man wolle die Freiheit der Bürger keinesfalls einschränken. Gleichzeitig gelte es jedoch, Alternativen zum fossil angetriebenen Individualverkehr zu entwickeln, um der fortschreitenden Klimaerwärmung entgegenzuwirken.

Im Anschluss des Vortrags entspann sich im Dialog mit den Zuhörern eine rege Diskussion zum Beispiel auch darüber, wie ein leistungsfähigerer Personennahverkehr geschaffen werden könne. Der ÖPNV in Neumarkt soll auch das Thema des nächsten „Neumarkter Bürgerdialogs“ am 6. Februar sein.

24.01.20


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ISSN 1614-2853
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