NEUMARKT. Schulleiter Albert Hierl bezeichnete die Berufsschulen im Landkreis bei einem Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion als Erfolgsmodell.
Mit über 2500 Schülern ist das Staatliche Berufliche Schulzentrum Neumarkt größte weiterführende Schule im Landkreis. In über 110 Klassen vermitteln über 120 Lehrkräfte das schulische Rüstzeug in rund 60 verschiedenen Berufen.
Hierl berichtete ausführlich über die Berufsintegrationsklassen, die von den Flüchtlingen in einem zweijährigen Modell durchlaufen werden. Nach seinen Erfahrungen schafften es viele Flüchtlinge in den sieben Klassen, nach bereits einem Jahr die deutsche Sprache fließend zu beherrschen. Ziel sei es, erfolgreich die Schulpflicht zu erfüllen. Nach den zwei Jahren dürfe nicht Schluss sein für diese jungen Menschen, damit sie eine Chance auf dem hiesigen Arbeitsmarkt haben.
Mit den Sparten Energiesparendes Bauen und Smart Energy decke die Neumarkter Technikerschule zwei Zukunftsbereiche optimal ab. Hier sei ein einmaliges Kompetenzzentrum für ganz Bayern entstanden. Der stellvertretende Landrat Helmut Himmler bezeichnete es für die heimischen Firmen als wichtig, dass die Technikerschule eine Leuchtturmwirkung in Bayern habe. Vor allem die mittleren Führungsebenen von morgen würden hier fit gemacht. Ziel müsse es sein, die besten Köpfe in der Region zu halten und die Region zu stärken.
Durch die stetige Zunahme an Schülerzahlen gebe es aber auch zunehmend ein Raumproblem, erklärte Hierl. Irgendwann sei die Kapazitätsgrenze erreicht. Das über 30 Jahre alte Gebäude sei von außen immer noch ansprechend, jedoch komme man mittelfristig um eine grundlegende Sanierung nicht herum. Schwachstellen seien das Dach sowie die schlechte Energiebilanz.
Für den Sportunterricht benutzten die Berufsschüler die benachbarten Sportflächen und Turnhalle des ASV Neumarkt. Von der Lage her eine optimale Situation, jedoch biete die ASV Turnhalle aufgrund ihres hohen Alters keine optimalen Bedingungen für einen zeitgemäßen Sportunterricht. Hier sei Handlungsbedarf in naher Zukunft angesagt.
Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Dirk Lippmann zollte großen Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit an den Beruflichen Schulen. Die Berufliche Bildung sei eine der tragenden Säulen des wirtschaftlichen Erfolgs im Landkreis Neumarkt.
28.10.16
Schuierer getroffen
Die Neumarkter Genossen mit Alt-Landrat Hans Schuierer (3.v.l.)
NEUMARKT. Bei der Jubiläumsfeier "110 Jahre SPD Oberpfalz" trafen Neumarkter Genossen eine Polit-Legende wieder: Alt-Landrat Hans Schuierer.
Der Neumarkter SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Direktkandidat für den Bundestag Johannes Foitzik, sowie Gertrud und Lothar Heßlinger kannten Hans Schuierer noch aus dem gemeinsamen Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf, wo der streitbare Schwandorfer SPD-Landrat der geballten Staatsmacht samt Franz Josef Strauß erfolgreich die Stirn bot. Schuierer erklärte spontan, in nächster Zeit nach Neumarkt zu kommen.
Es sei immer noch notwendig, darüber zu berichten, wie wichtig der Widerstand gegen dieses "WAAhnsinnsprojekt" war.
Die Geschichte der WAA sei ein Lehrstück. In Schulbüchern müsse sie deshalb erzählt werden, sagte Schuierer. "Junge Leute könnten daraus lernen, dass es nicht stimmt, wenn man immer sagt:
Daran kannst eh nix ändern“.
„Ich glaube, dass damals nicht nur die Gesundheit unserer Menschen und der Natur schlechthin gefährdet waren, sondern es waren auch damals die Demokratie und unser Rechtsstaat gefährdet“, so Schuierer.
27.10.16
Ehrenamtliche eingeladen
NEUMARKT. Die SPD-Landtagsfraktion Bayern veranstaltet am Freitag um 19 Uhr für alle ehrenamtlich Tätigen einen Empfang im Neumarkter Ärztehaus.
Als Ehrengast hat MdL Reinhold Strobl die Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages Inge Aures eingeladen Ein Grußwort spricht Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger.
Mit diesem Empfang will sich die SPD-Landtagsfraktion bei allen ehrenamtlich Tätigen für ihren außergewöhnlichen Einsatz für unsere Gesellschaft bedanken, Hieß es. „Deutschland wäre ohne das Engagement vieler Ehrenamtlicher nicht denkbar“, sagte MdL Reinhold Strobl.