Christlich Soziale Union

Vize-Vorsitzende verläßt CSU


Annalena Dorr
NEUMARKT. Die Lunte brannte schon mindestens zwei Wochen, jetzt ging die Bombe hoch: die CSU verliert eine ihrer Vize-Kreisvorsitzenden.

Kurz nach der Wahl erklärte jetzt die stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Annalena Dorr ihren Austritt aus der CSU. Sie sprach dabei von einer „zunehmend angespannten Situation“ innerhalb der CSU im Landkreis, von „unhaltbaren Entwicklungen“, nicht eingehaltenen Vereinbarungen und „kaum vorhandener Zusammenarbeit im Wahlkampfteam“.

Die CSU habe sogar Social-Media-Aktivitäten von JU-Kandidaten überprüft und dafür gesorgt, daß diverse vergebene „Likes“ zurückgenommen werden mußten, hieß es.

Die Entscheidung habe sie bereits vor zwei Wochen getroffen, ihr Entschluss sei also unabhängig vom Wahlergebnis gefallen. Dorr kandidierte auf der Liste der Jungen Union für den Kreistag, verpasste jedoch den Einzug.

In einer Stellungnahme nennt Dorr die zunehmend angespannte Situation innerhalb der CSU im Landkreis Neumarkt als Grund für ihren Entschluß. Besonders seit der Nominierung von Landratskandidatin Dr. Katharina Ziegler im Mai 2025 hätten sich nach ihrer Darstellung unhaltbare Entwicklungen gezeigt.

Vereinbarungen über einen fairen Wettbewerb und anschließenden Zusammenhalt seien nicht eingehalten worden. Stattdessen habe es Einflussnahmen auf Delegiertenstimmen und später auch gezielte Stimmungsmache gegen einzelne Personen gegeben.

Dorr hatte sich nach der Nominierung dem Digitalteam der Landratskandidatin angeschlossen, um zum Zusammenhalt beizutragen. Die Zusammenarbeit im Wahlkampfteam sei jedoch aus ihrer Sicht kaum vorhanden gewesen, das Team sei nur unzureichend eingebunden worden. Schließlich beendete sie ihre Mitarbeit.


Zusätzlich habe die Entscheidung der Jungen Union, eine eigene Kreistagsliste aufzustellen, zu weiteren Spannungen geführt. Innerhalb der CSU sei dies kritisch aufgenommen worden. Der JU sei mehrfach mangelnde Unterstützung der Landratskandidatin vorgeworfen worden. Laut Dorr seien sogar Social-Media- Aktivitäten von JU-Kandidaten überprüft worden, diverse vergebene „Likes“ mussten zurückgenommen werden.

Auch ihr Verhältnis zur CSU-Kreisvorsitzenden Susanne Hierl sei zuletzt stark belastet gewesen. Ein Vorschlag von Dorr, bestehende Konflikte im Kreisverband offen anzusprechen, sei scharf zurückgewiesen worden. Dabei seien die Bezeichnungen „unverschämt“ und „rotzfrech“ gefallen. „Dieser Umgang zeugt in keiner Weise von einem respektvollen Miteinander innerhalb der Partei“, sagte Dorr.

„Es ist absurd, wenn man bei einer Wahl nicht gespannt auf das Ergebnis wartet, sondern darauf hofft, danach endlich austreten zu können“, sagte Dorr. Den Zeitpunkt ihres Austritts habe sie nach der Wahl gewählt, um der Kreistagsliste der Jungen Union keinen „zusätzlichen Gegenwind im Wahlkampf“ zu verursachen.

Gleichzeitig hob Dorr das „kollegiale Verhältnis“ innerhalb der Jungen Union hervor .

Ihre Entscheidung zum Parteiaustritt habe sie mehrfach hinterfragt, da ihr politisches Engagement immer wichtig gewesen sei. Sie sehe jedoch derzeit keine Perspektive mehr, dass sich die CSU im Landkreis Neumarkt wieder stärker auf die Gestaltung im Sinne der Wähler konzentriert, statt auf innerparteiliche Konflikte.

Auch künftig wolle sie sich gesellschaftlich engagieren – „jedoch außerhalb der Partei“.
10.03.26

Mitgekartelt


In Pelchenhofen wurde um die Wette geschafkopft
Foto: Mario Fellner
NEUMARKT. Viele Gäste folgten der Einladung der CSU Pelchenhofen zum Schafkopfrennen - darunter auch Landratskandidat Martin Meier von den Freien Wählern.

Eröffnet wurde die Veranstaltung dann aber doch von CSU-Landratskandidatin Katharina Ziegler. An 25 Tischen lieferten sich rund 100 Kartler einen spannenden Kampf um die Punkte.


Mit 107 Punkten und acht gewonnenen Solos sicherte sich Lothar Deyerler den ersten Platz. Nur einen Punkt dahinter erreichte Anette Fürst den zweiten Rang. Drittplatzierter wurde Reinhard Mendl.
02.03.26

Minister war zu Besuch


Der Minister besuchte einen Familienbetrieb in Großalfalterbach
Foto: Vera Gabler
NEUMARKT. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer besuchte auf Einladung der CSU-Kreistagsfraktion einen Familienbetrieb in Großalfalterbach.

Unter dem Motto „Politik trifft auf Landwirtschaft“ hatte die Fraktion zum politischen Frühschoppen eingeladen und viele Landwirte, Kommunalpolitiker und Vertreter von Verbänden waren gekommen.

Nach der Hofbesichtigung standen die aktuellen Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Minister Alois Rainer sagte, dass Betriebe Planungssicherheit und praktikable Vorgaben bräuchten. Bürokratieabbau sei eine zentrale Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.


Auch Albert Füracker und Landratskandidatin Katharina Ziegler wiesen in ihren Grußworten auf die hohe Bedeutung der Landwirtschaft für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum hin.

Bevor Bürgermeister Peter Meier die Schlussworte sprach, trug sich der Ministerin das Goldene Buch der Gemeinde Deining ein.
28.02.26


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