Freie Wähler

Neue Stadträtin


OB Thomas Thumann traf sich mit der neuen Stadträting zu einem Gespräch im Sitzungssaal
Foto: Dr. Franz Janka
NEUMARKT. Sonja Lautenschlager wird im Neumarkter Stadtrat das Mandat des kürzlich verstorbenen Stadtrats Rainer Hortolani übernehmen.

Das teilte Oberbürgermeister Thomas Thumann am Mittwoch mit. „Ich bin mir sicher, dass sie die Arbeit der Freien Wähler und des gesamten Stadtrates mit ihrer Fachkenntnis und ihrer konstruktiven Art bereichern wird“, sagte er nach seinem ersten Gespräch mit der künftigen Stadträtin. Sie hatten sich zu einem ersten Austausch im Rathaus getroffen und Details zu dem Ehrenamt besprochen


Der langjährige UPW-Stadtrat Rainer Hortolani war im Dezember mit 70 Jahren überraschen gestorben (wir berichteten).

Der eigentliche Nachfolger auf der UPW-Liste wäre nach dem abschließenden Ergebnis der Stadtrats-Wahl eigentliche Thomas Thumann selbst gewesen. Laut Gemeindeordnung kann dieses Ehrenamt allerdings nicht parallel zum Amt des Oberbürgermeisters ausgeübt werden, so dass Sonja Lautenschlager die nächste Nachrückerin sein wird.

Lautenschlager hat bereits die Zustimmung zur Übernahme des Mandats erklärt, so daß einer Berufung durch den Stadtrat in der nächsten Sitzung am 28.Januar nichts mehr im Wege steht. Dabei wird sie dann auch vereidigt werden.

Bei der Stadtratssitzung wird auch festgelegt, wer dem verstorbenen Stadtrat Hortolani im Verwaltungs- und Kultursenat, im Wohnungsausschuss, im Aufsichtsrat der Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt und als Integrationsbeauftragter der Stadt nachfolgen wird.
13.01.21

Rainer Hortolani tot


Hortolani - hier inmitten von Neumarkter Neubürgern - vertrat bei zahlreichen Gelegenheiten offiziell die Stadt Neumarkt
Foto: Archiv/ Herbert Meier
NEUMARKT. Der langjährige Neumarkter UPW-Stadtrat und Integrationsbeauftragte Rainer Hortolani ist überraschend gestorben.

„Alle sind tief bestürzt“ sagteOberbürgermeister Thomas Thumann zur Stimmung innerhalb der UPW nach der Nachricht vom Tod des Stadtrats. Als langjähriger Integrationsbeauftragter der Stadt habe er mit vollster Inbrunst und großem Engagement als Bindeglied zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen gewirkt und maßgeblich dazu beigetragen, dass für viele ausländische Mitbürger Neumarkt zu einer neuen Heimat geworden sei.

Der Vorsitzende der UPW-Stadtratsfraktion, Martin Meier, zeigte sich tief betroffen über den Verlust eines seiner Stadtratskollegen. „Die UPW-Fraktion verliert ein sehr engagiertes und verlässliches Mitglied. Ich persönlich verliere nicht nur einen langjährigen loyalen Begleiter, sondern auch einen Freund. Ich bin sehr traurig und werde ihn vermissen.“

„Es ist eine schlimme Nachricht für uns, und für die große UPW-Familie ein herber Verlust“, sagte UPW-Vorstand Sebastian Schauer in einer ersten Stellungnahme. Mit den Gedanken sei man bei seiner Ehefrau Marianne und seinen beiden Söhnen.


Hortolani war seit 2008 Mitglied des Neumarkter Stadtrates. Er gehörte der UPW-Fraktion an und nahm in seiner Funktion als Referent für Integration unzählige Termine wahr. Unvergessen bleiben seine humorvollen und informativen Begrüßungen bei den Empfängen der neu hinzugezogenen Stadtbürger.

Auch gesellschaftlich brachte sich Rainer Hortolani seit vielen Jahrzehnten auf verschiedenen Ebenen ein. Seinen hohen Bekanntheitsgrad erlangte er nicht zuletzt als Dozent der Volkshochschule Neumarkt, für welche er lange Jahre tätig war. Für seine Verdienste um das Vereinsleben verlieh man ihm in seiner Heimat Stauf die Ehrenmitgliedschaft des Sportvereins.

Rainer Hortolani wurde 70 Jahre alt.
15.12.20

„Sensation“ vor 15 Jahren


Sebastian Schauer und Hans Werner Gloßner vom Stadtverband und Martin Meier von der Fraktion überbrachten die Glückwünsche an OB Thomas Thumann (vorn)

NEUMARKT. Vor 15 Jahren geriet die Welt der Neumarkter CSU aus den Fugen: die Partei verlor erstmals seit Kriegsende den Oberbürgermeister-Posten.

Ein weitgehend unbekannter Lokalpolitiker der UPW namens Thomas Thumann holte sich völlig überraschend den Chefsessel im Rathaus - und das im ersten Wahlgang. Der durchaus angesehene und erfahrene CSU-Kandidat erreichte nicht einmal ein Drittel der Stimmen.

Am Samstag vor genau 15 Jahren konnte Thomas Thumann als Chef ins Neumarkter Rathaus einziehen und die UPW ließ es sich natürlich nehmen, das kleine Jubiläum ausgiebig zu würdigen. neumarktonline hatte in einem Kommentar vor 15 Jahren prophezeit, daß der Wechsel für „möglicherweise Jahre und Jahrzehnte“ festzementiert sein dürfte, und der Oberbürgermeister bestätigte dies durch vorerst zwei Wiederwahlen mit jeweils über 68 Prozent der Stimmen.


Die UPW ließ es sich zu dem kleinen Jubiläum natürlich nicht nehmen, dem inzwischen „langjährigen Oberbürgermeister“ einen Überraschungsbesuch abzustatten - wegen der Corona-Pandemie natürlich nur in kleinem Rahmen. Stellvertretend für den Stadtverband gratulierten der Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Schauer und sein Stellvertreter Hans Werner Gloßner. Die Glückwünsche der Fraktion überbrachte der Fraktionsvorsitzende Martin Meier.

In ihren Glückwünschen betonten alle drei, welch „hervorragende Arbeit“ Thomas Thumann als OB in den letzten 15 Jahren für die Bürger der Stadt Neumarkt geleistet habe. Er habe „sich von Anfang an nicht von seinem Weg und den Visionen für die Stadt Neumarkt trotz zahlreicher Widerstände abbringen lassen“, sagte Schauer. Er nannte als Beispiele die Veränderungen am Unteren Tor oder den Baubeginn der neuen Hochschule am Residenzplatz.

Gloßner bezeichnete Thumann als „Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ in der Stadt wies auf die im nächsten Jahr geplante Eröffnugn bei den Gro0projekten Schlossbad und Bürgerhaus in Pölling hin.


Die Wahl 2005

Einige ausgewählte Meldungen aus der Wahlnacht vor 15 Jahren und den Tagen danach:

Thumann schlägt Graf (4.12.05)
"OB für alle Neumarkter" (4.12.05)
Weniger als ein Drittel... (4.12.05)
Thumann nimmt Wahl an (4.12.05)
"Neuer Politikstil" erhofft (4.12.05)

Selbstverschuldeter K.O. (5.12.05)
CSU leckt ihre Wunden (7.12.05)
Wahlergebnis bestätigt (9.12.05)
„Dass auch die Bürger mit der Arbeit des Oberbürgermeisters sehr zufrieden sind, spiegelt sich sicherlich auch in den Wahlergebnissen bei den Wahlen 2011 und 2017 wider“, sagte Fraktionsvorsitzender Martin Meier. Auch die Kommunalwahl in diesem Jahr sei ein Zeichen, dass die Bürger der Stadt Neumarkt die „Handschrift der UPW Neumarkt erkennen und die Arbeit honorieren“. Mit der Stimme des Oberbürgermeisters stelle man im Stadtrat zum ersten Mal in der Geschichte der UPW die stärkste Fraktion.

Thumann zeigte sich sichtlich bewegt vom Überraschungsbesuch seiner Parteikollegen und gab das Lob zurück: auch die Fraktion und der Stadtverband hätten maßgeblich zu den umgesetzten Projekten beigetragen ihm jederzeit den Rücken gestärkt.


neumarktonline meldete vor 15 Jahren die Sensation - eine der ganz wenigen Schlagzeilen mit dem in Überschriften eigentlich verpönten Ausrufezeichen

05.12.20


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