SPD Neumarkt

Flüchtlingsheim besichtigt


Die SPD-Politiker besichtigten das Flüchtlingsheim in Dietfurt

NEUMARKT. SPD-Politiker warben beim Besuch einer Asylbewerber-Unterkunft für einen "Neumarkter Weg" zur Flüchtlings-Integration.

„Die Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Carolin Braun, der Stadtverwaltung Dietfurt sowie den Mitarbeitern am Landratsamt Neumarkt funktioniert hervorragend“, hieß es von den Betreibern des Asylbewerberheims in Dietfurt bei einer Führung von SPD-Politikern aus dem Landkreis Neumarkt.

Die Sozialdemokraten sprachen von einer vorbildlichen Flüchtlingsunterkunft im Süden des Landkreises. Man könne in Dietfurt anschaulich verdeutlichen, dass über die baulichen Zustände hinaus insbesondere das Engagement der Betreiber entscheidend für die Qualität, die Außenwirkung und die möglichen Konflikte in der Nachbarschaft seien. Aktuell sind in der ehemaligen Pension 31 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht.


Neben der kompletten Kreistagsfraktion mit den Rathauschefs Carolin Braun und Helmut Himmler waren 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger aus Neumarkt und die 3. Bürgermeister Anton Preißl aus Lauterhofen und Andreas Gabler aus Breitenbrunn mit dem Parsberger SPD-Fraktionssprecher Martin Beiderbeck an die Altmühl gekommen, um nach der Besichtigung im Rathaussaal an einem Fachgespräch der SPD-Kreistagsfraktion teilzunehmen.

Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Landrat Helmut Himmler informierte über das Ergebnis der vereinbarten Besprechung der Fraktionsvorsitzenden mit Landrat Willibald Gailler. Dort sei das Anliegen der SPD-Kreistagsfraktion unisono befürwortet worden, einen „Neumarkter Weg zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt“ zu entwickeln. Die vorbereitende Arbeitsgruppe aus der Wirtschaft, dem Landratsamt, der VHS, der Berufsschule, dem Berufsbildungszentrum oder dem Arbeitsamt soll konkrete Wege erarbeiten mit dem Ziel, Flüchtlingen den Weg in die Gesellschaft und den regionalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Somit könnten die Zuwanderer ihr Leben finanzieren und darüber hinaus Beiträge in die Sozialkassen leisten.

Der Berger Bürgermeister würdigte die gute Kultur des menschlichen Umgangs im Landkreis mit den Flüchtlingen , die zuerst ihr und das Leben ihrer Familien retten und – sofern sie als Asylbewerber Anerkennung finden – sich eine neue Existenz aufbauen wollen. Die Integration der teilweise sehr gut qualifizierten Flüchtlinge sei vor dem Hintergrund eines bevorstehenden Lehrlings- und Fachkräftemangels eine naheliegende ökonomische Notwendigkeit und die Wirtschaft stelle sich der nicht einfachen Aufgabe der Integration in ihren Betrieben. Bereits nach drei Monaten könnten die hier lebenden Menschen in Arbeit gebracht werden, wobei vor allem für kleine Handwerksbetriebe die Verwaltungsvorgänge "deutlich entrümpelt" werden müßten.

Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger verdeutlichte die Verantwortung der Betreiber von Asylunterkünften für die dort lebenden Menschen mitsamt dem nachbarschaftlichen Klima. Man sehe am „Vorzeigeprojekt Dietfurt“, dass das tägliche Kümmern und „vor-Ort-sein“ für den guten Betrieb eines Heims unverzichtbar sei. Im Landkreis mit derzeit 413 Flüchtlingen und 495 zur Verfügung stehenden Plätzen für Asylbewerber habe man sehr gute Erfahrungen mit den weitgehend dezentralen Unterkünften in Wohnhäusern und Wohnungen gemacht mit der positiven Folge von ganz wenigen Konflikten. Diesen Weg gelte es konsequent weiter zu gehen.

DGB-Kreisvorsitzender Michael Meier stellte klar, dass man keine Ein-Euro-Jobs für die Flüchtlinge wolle, sondern eine „selbstverständlich anständige Bezahlung“. Nur dadurch könnten aus Flüchtlingen Arbeitnehmer, Steuerzahler, Beitragszahler in die Renten-,Kranken-,Pflege- und Arbeitslosenversicherung und vielleicht sogar Staatsbürger werden.

Die Kreistagsfraktion hatte Geschenke für die 31 Bewohner der Unterkunft mitgebracht und alle freuten sich über die jüngste Bewohnerin – ein vor einigen Wochen geborenes und von den Eltern stolz präsentiertes, in Neumarkt und damit in Sicherheit geborenes Kind.

15.12.14

Freude über Haltestelle

NEUMARKT. In der SPD-Stadtratsfraktion freut man sich sehr über die Aussicht, daß die S-Bahn-Haltestelle Süd für Neumarkt kommen wird.

Nachdem neumarktonline am Mittwoch über einen eher beiläufigen Satz der VGN-Vertreterin bei der Verkehrskonferenz des Landkreises berichtet hatte (Meldung hier), kannte die Freude bei etlichen Politikern über die offensichtlich bereits gefallene Entscheidung keine Grenzen.

"Seit mindestens sechs Jahren verfolgen wir dieses Ziel! Und wurden gerne dafür belächelt, wenn es nun umgesetzt werden kann", hieß es von der SPD. Bereits 2008 hatte die SPD-Stadtratsfraktion mit Nachdruck auf die Notwendigkeit dieser S-Bahn-Haltestelle verwiesen. Insbesondere Günther Stagat, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, habe immer wieder die Dringlichkeit hervorgehoben.


In einem offenen Brief, den die damalige Fraktionsvorsitzende Gertrud Heßlinger an den OB geschrieben hatte, wurde gefordert, die nötigen Schritte einzuleiten, damit die Voraussetzungen für den S-Bahn-Halt-Süd geschaffen werden.

"Wir fordern alle Verantwortlichen auf, die jetzt aufgetane Chance zu ergreifen, um Neumarkt beim Thema Mobilität nachhaltiger aufzustellen", heißt es ind er SPD-Stellungnahme weiter.

27.11.14

"Klaglos hinnehmen" ?


Der SPD-Europaabgeordneter Ismail Ertug sprach sich klar gegen das Freihandelsabkommen aus

NEUMARKT. Nach einem Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Helmut Himmler und Eintrag in das "Goldene Buch" der Gemeinde Berg - auch die SPD-Bürgermeisterinnen Carolin Braun und Gertrud Heßlinger trugen sich ein - veranstaltete die SPD-Kreistagsfraktion im Berger Gasthaus Lindenhof eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Amberger SPD-Europaabgeordneten Ismail Ertug zu den Freihandelsabkommen mit Kanada und Amerika.

Für die Neumarkter 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger war der Eintrag ins „Goldene Buch“ eine besondere Freude, da sie im Berger Gemeindeteil Gnadenberg geboren und aufgewachsen ist.


Helmut Himmler - der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion - meinte in seinen einleitenden Bemerkungen, die "Reichen und Schönen dieser Welt" würden aktuell rücksichtslos ihre Interessen organisieren und sie mit Hilfe der Politik durchsetzen. Oftmals geschehe dies ohne jede Öffentlichkeit und die Bürger sollten dies "gefälligst klaglos hinnehmen".

Ismail Ertug ließ bei der gut besuchten Informations- und Diskussionsveranstaltung keinen Zweifel daran, dass er ein Gegner der Freihandelsabkommen ist, informierte aber auch über die Argumente der Befürworter der Abkommen. In erster Linie profitiere die Groß- und Exportindustrie, ist sich Ertug sicher und diese übten über die zahlreichen Lobbyisten und Wirtschaftsvertreter enormen Druck auf die Abgeordneten im EU-Parlament aus. Es gehe wieder einmal um das große Geschäft und es sei unklar, welche Verbraucherstandards gelten sollen - die amerikanischen, die deutschen oder gar die rumänischen.

Für Ertug ist ausgeschlossen, dass die sozialistische Fraktion und vielleicht auch das EU-Parlament amerikanische Wünsche "aus der agrar- und energieindustriellen Folterkammer akzeptiert - mit Fracking, Chlorhähnchen und extremem Investorenschutz.

Der Widerstand aus der Bevölkerung sei groß und die Bürger seien sich ihrer Macht oftmals nicht bewusst. Aufgeklärte Bürger hätten in Verbindung mit der Regionalpolitik die angestrebte Privatisierung der Wasserversorgung in Brüssel verhindert und dieser Prozess sei jetzt wieder möglich, zum Beispiel durch Unterstützung der Initiativen gegen die Abkommen.

10.11.14


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