Der umweltpolitischer Sprecher Carsten Träger besuchte die Neumarkter SPD
Foto: Robert Wolrab
NEUMARKT. Am „Erdüberlastungstag“ besuchte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Carsten Träger, den Ortsverein der Neumarkter SPD.
Der „Erdüberlastungstag&ldquo bezeichnet den Tag, an dem die nachhaltig nutzbaren Ressourcen eines Jahres weltweit verbraucht sind.
Den symbolträchtigen Tag nutzten die Neumarkter Genossen, um die heuer von ihnen gegründete Initiative „Großeltern for Future“, die in Zusammenarbeit mit dem lokalen Ableger von „Fridays for Future“ Freitagsdemonstrationen für den Klimaschutz veranstaltet, auch in der Hauptstadt bekannt zu machen.
Im Gegenzug berichtete Carsten Träger über den Stand klimapolitischer Bestrebungen der Bundesregierung, allen voran des Klimaschutzgesetzes, das vom Bundestag noch im Herbst dieses Jahres verabschiedet werden soll und das laut Träger eine zentrale Bedeutung für den Weiterbestand der Großen Koalition in Berlin einnimmt.
Neben seiner Tätigkeit auf Bundesebene wird der gebürtige Fürther auch in Bayern aktiv werden und im Rahmen einer Initiative der Bayern-SPD gemeinsam mit dem bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit betreuen. Die Neumarkter Genossen versprachen, sich an der Auftaktaktion am 2. Oktober zu beteiligen.
Dabei wies der Ortsvereinsvorsitzende Johannes Foitzik zum Abschluss der Diskussionsrunde auf die besondere Bedeutung der Handlungsfelder Nachhaltigkeit und Umweltschutz für die Neumarkter SPD hin, die diese Themen bereits in den Neunziger Jahren in ihrem Programm verankert habe und auch bei den Kommunalwahlen 2020 nicht aus den Auge verlieren wolle.
04.08.19
„Kaum Verbesserungen“
Der Nürnberger SPD-Landtagsabgeordneten Arif Tasdelen vor einer S-Bahn
Foto: Klaus Schillinger
NEUMARKT. Überfüllte Züge und ein nicht-wettergeschützter Bahnsteig: für Neumarkter Bahn-Pendler nach Nürnberg sind kaum Verbesserungen in Sicht.
Die zusätzlich bei der S-Bahn Nürnberg in Betrieb genommenen Fahrzeuge werden bei anderen S-Bahn-Strecken rund um Nürnberg eingesetzt - die Neumarkter S3 kann höchstens hoffen, von dort aus mit alten Fahrzeugen entlastet zu werden.
Das geht aus einer Pressemitteilung des Nürnberger SPD-Landtagsabgeordneten Arif Tasdelen hervor, der wegen zahlreicher Beschwerden im Mai 2019 den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern Klaus-Dieter Josel in einem Brandbrief aufgefordert hat, endlich Abhilfe zu schaffen. Nach einer „dürftigen Antwort“ der Bahn und einer nochmaligen Aufforderung, konkreter zu werden, hat Tasdelen nun vor einigen Tagen eine Antwort erhalten, die zumindest etwas konkreter ausfällt.
Die zusätzlichen Fahrzeuge, die im April und Juni 2019 bei der S-Bahn Nürnberg in Betrieb genommen wurden, könnten dafür sorgen, dass Pendler von Neumarkt nach Nürnberg längere Züge bekommen, damit sie nicht länger in überfüllten Zügen fahren müssen, sagte Tasdelen. Allerdings sind die neuen Fahrzeuge wohl nicht für die S3 Neumarkt-Nürnberg vorgesehen, sagte die Mitarbeiterin des Abgeordneten, Anna Müller, auf Nachfrage von neumarktonline. Möglicherweise erhält die S3 aber ältere Fahrzeuge, die bei anderen S-Bahnstrecken rund um Nürnberg ersetzt werden.
Kritik-Punkte des Abgeordneten sind auch der Haltepunkt in Nürnberg und der nur in den frühen Morgenstunden eingehaltene 20-Minuten-Takt. Die Antwort der Bahn zeige deutlich, dass man den Nürnberger Hauptbahnhof technisch aufrüsten müsse. „Es kann nicht sein, dass tausende Pendler bei Regen und Schnee im nicht überdachten östlichen Bahnsteigbereich aussteigen und zum Ausgang vorlaufen müssen, nur weil die derzeitige Signaltechnik ein Vorfahren bis Höhe Empfangsgebäude nicht zulässt“, sagte Tasdelen.
Auch für die von vielen Pendlern gewünschte Ausweitung auf einen regelmäßigen 20-Minuten-Takt müsse die Bayerische Eisenbahngesellschaft endlich die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Er fordere deshalb den Ministerpräsidenten Dr. Söder auf, mit der Attraktivität des Bahnfahrens in „unserer Heimatstadt Nürnberg“ anzufangen, sagte Tasdelen.
01.08.19
„Bürgerwille mißachtet“
NEUMARKT. Die SPD sieht bei den jüngsten Stadtrats-Beschlüssen zum Neumarkter Stadtpark eine „eklatante Missachtung des Bürgerwillens“.
Immerhin sei der Bürgerentscheid mit 71 Prozent der Wähler unmissverständlich und eindeutig für den Erhalt aller Bäume ausgefallen, sagte Ursula Plankermann. Es scheint weder den Stadtrats-Kollegen, noch dem OB und der Verwaltung klar zu sein, welche Verpflichtung für die Stadt aus dem Bürgervotum entstehe.
Der Stadtrat hat sich in der letzten Sitzung für eine Änderung der ursprünglichen Planung ausgesprochen (wir berichteten) und einen SPD-Antrag für eine Neuplanung auf des Basis des Bürgerentscheids mehrheitlich abgelehnt.
Es sei keineswegs so, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids im nachhinein großzügige Uminterpretationen zulasse, hieß es von der SPD. Es sei vielmehr der Bürgerwille umzusetzen. „Zudem werden Bäume in unserer Innenstadt immer wichtiger, wenn wir die Verdichtung durch neue Bauwerke betrachten. Viele Bäume sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und jeder Baum muss uns umso mehr wert sein“, heißt es in einer SPD-Stellungnahme.
Deshalb sei es der einzig richtige Weg, den Gestaltungsplan dem Bürgerwillen anzupassen. Daraus könnte ein neu gestalteter Stadtpark mit einem offenem Leitgraben entstehen, der durch das Ensemble der alten Bäume mäandert, sagte Gertrud Hesslinger.
Nun warte man die neuen Planungsvarianten für den Stadtpark ab und sei gespannt, wie ernst es den Planern mit der Verpflichtung aus dem Bürgerentscheid sei. Die Diskussion ist noch lange nicht am Ende, sagte Gisela Stagat, die dem Arbeitskreis Stadtpark angehört.
Die Nachhaltigkeit, die sich die Stadt auf die Fahnen geschrieben habe, will die SPD-Fraktion mit einer Ergänzung der Vorgartensatzung unterstützen. Es soll satzungsmäßig verbindlich festgestellt werden, dass die Vorgärten in der Stadt natürlich gestaltet und bepflanzt werden müssen. Zusammenhängende Schotter und Steinflächen sollen nicht zulässig sein.