Die neue Neumarkter SPD-Vorstandschaft mit Matthias Sander (M.)
Foto: Josef Wittmann
NEUMARKT. Matthias Sander aus Pölling ist der neue Vorsitzende der Neumarkter Sozialdemokraten. Er löste Johannes Foitzik ab.
Foitzik war nach 13 Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl angetreten.
Dem neuen Vorsitzenden liegt es nach eigener Aussage besonders am Herzen, die Neumarkter SPD auch für junge Menschen wieder interessant zu machen, um einerseits die Zukunftsfähigkeit der Partei zu sichern und andererseits die junge Generation wieder verstärkt an politische Themen heranzuführen.
Der Bautechniker Matthias Sander stammt aus Erfurt, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.
Als letzte Amtshandlung konnte Johannes Foitzik noch die Ehrung von Dr. Frank Präger vornehmen. Dr. Präger wurde für seine 25jährige SPD-Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel überreicht. Außerdem konnten im Rahmen der Mitgliederversammlung Neumitglieder in der SPD begrüßt werden.
Um den Wechsel auf eine neue Vorstandsmannschaft für eine volle Legislaturperiode zu ermöglichen, war neben dem Vorsitzenden Foitzik auch die übrige Vorstandschaft von ihren Ämtern zurückgetreten. Mit Rebecca Frank, Andre Madeisky und Georg Kohlmann werden Sander zukünftig drei stellvertretende Vorsitzende zur Seite stehen, Kassier ist Robert Wolrab und Schriftführer Jan-Philipp Dietl-Biedermann. Mitglieder des erweiterten Vorstands sind Marco Sossau, Henri Steffens und Christine Miaskiwskyi, Günther Stagat, 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger, Helmut Baierl, Wolfgang Fesich, Dr. Jan Seibel sowie die Beisitzer Ursula und Nickel Plankermann, Irmgard Wolrab, Peter Lehmeier und Carsten Burkhardt. Die Kassenrevision wird von Lothar Heßlinger und Willi Meier übernommen.
Im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen wurden zudem die Delegierten des Ortsvereins für die Bundestagswahlkreiskonferenz des SPD-Unterbezirks gewählt. Rebecca Frank, Matthias Sander, und Irmgard Wolrab sollen die Neumarkter Genossen bei der Versammlung in Kastl vertreten.
14.09.20
„Nichts zu gackern“
NEUMARKT. Die umstrittene Wohnanlage in der Saarlandstraße wird wohl kommen - aber ohne der ausdrücklichen Zustimmung des Neumarkter Bausenats.
Das erklärte SPD-Stadträtin Ursula Plankermann in einer Stellungnahme. Sie widersprach damit Berichten in anderen Zeitungen, daß der Bausenat dem vor allem von der SPD kritisierten Bauprojekt (wir berichteten) zugestimmt habe.
Vielmehr hatte der Bausenat in dieser Frage gar nichts zu „gackern“, sei ihr in einer früheren Bausenatssitzung von OB und Bauamt mitgeteilt worden. Da es keinen Bebauungsplan für das Gartenviertel gebe liege die alleinige Entscheidung bei der Verwaltung.
Sie sei zwar grundsätzlich auch für Nachverdichtungen, aber es dürfe nicht sein, dass durch die Verdichtung gewachsene Wohnviertel völlig ihren Charakter verlören und wie im Gartenviertel wertvolles Grün verloren gehe, schreibt Plankermann in ihrer Stellungnahme.
Das Gebiet an der Saarlandstraße sei vom Bauunternehmer schon vor Erteilung des Baurecht „abgeräumt“ worden, „damit man nicht mehr erkennen kann, wie grün das Areal vorher war“. Ob da Bäume drauf standen, die eventuell nach der Baumschutzordnung ersetzt werden müssen, sei „unserem Bauamt wohl völlig egal und vom Umweltamt war auch nicht zu hören“.
Das Gartenviertel werde wohl noch lange nicht zur Ruhe kommen, glaubt Plankermann. In der direkten Umgebung des mächtigen Neubaus stünden noch etliche kleine Häuser auf großen Grundstücken, die nur darauf warten, ebenso verdichtet zu werden. Das jetzt entstehende große Bauwerk diene dann natürlich als Vergleich und sei der Präzedenzfall für weitere Großbauten.
Plankermann: „Dass dann zukünftig noch von einem Gartenviertel gesprochen werden kann, ist wohl eher nicht der Fall“.
10.09.20
„Trial-Park“ für Mountainbiker
Die SPD bringt einen Trail-Park für Mountainbiker ins Gespräch
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt benötigt nach Meinung der SPD-Stadtratsfraktion dringend einen Trail-Park für Mountainbiker.
Damit würden sie nicht mehr zur Gefahr für Spaziergänger, Wanderer und Wildtiere werden, hieß es bei einer Sitzung, in der es vor allem um das Thema „Freizeit“ ging.
Dabei wurde Neumarkt als „wunderbare und lebenswerte Stadt“ zuerst einmal über den Schellnkönig gelobt. Häuser und Straßen seien gepflegt, Kindergärten und Schulen grundsätzlich gut ausgestattet und während westdeutsche Städte ihre öffentlichen Bäder schließen müssen, werde hier ein großes neues Ganzjahresbad gebaut. Die Arbeitslosenquote in der Stadt sei gering, bei gleichzeitig zahlreicher Ansiedlung attraktiver großer und kleiner Arbeitgeber.
Doch den vielfältigen Bedürfnissen der Bürger müsse Rechnung getragen werden muss. Neben bezahlbarem Wohnraum benötige Neumarkt auch attraktive Möglichkeiten, um hier die Freizeit verbringen und gestalten zu können. Im Kommunalwahlkampf an den Neumarkter Haustüren habe die SPD eine Vielzahl an Anregungen und Ideen mit auf den Weg bekommen und wolle sich daher in den kommenden sechs Jahren nun auch dem großen Thema Freizeit annehmen.
Der Wunsch nach einem Trail-Park für Mountainbiker sei schon von mehreren Seiten an Sportreferent und Fraktionsvorsitzenden Günther Stagat herangetragen worden.
„Für Kinder und Jugendliche fehlen im Stadtbereich Skater-Parcours oder Beachvolleyball-Plätze“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andre Madeisky. Auch der Kanal könnte stärker in die Freizeitaktivitäten der Stadt einbezogen werden: Auf dem ruhigen Gewässer könnten Hausboote als Übernachtungsmöglichkeit eingerichtet werden, auch ein Biergarten auf dem Wasser wäre eine tolle Idee. „In Berg gibt es so etwas schon“, sagte Stadträtin Gisela Stagat. „Auf den Hausbooten könnten Geburtstagsfeiern stattfinden, Radfahrer auf ihrer Tour am Kanal entlang könnten dort übernachten.“
In für einen Abend zu mietenden Grillhütten könnten die Bürger in gebührendem Abstand zu Wohnsiedlungen im Freien zünftig feiern.
Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger zeigte von den Ideen überzeugt und hat ihre Unterstützung zugesagt.