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Leserbriefe

„Massiv ausgebremst“

In den Sonntagsreden der Stadtpolitik wird Neumarkt gerne als „fahrradfreundliche Stadt“ tituliert. Wer jedoch im Jahr 2026 versucht, mit dem Rad von Woffenbach in die Innenstadt zu gelangen, erlebt die bittere Realität: Der Radverkehr wird derzeit massiv ausgebremst und regelrecht schikaniert.

Durch die aktuellen Baumaßnahmen sind faktisch alle kurzen und direkten Wege zwischen Woffenbach und der anderen Seite der Bahnlinie gekappt. Die Freystädter Straße ist dicht, die Woffenbacher Bahnbrücke ebenso. Was für Autofahrer ärgerlich ist, wird für Radfahrer zum echten Hindernisparcours, da Umwege auf dem Rad deutlich schwerer ins Gewicht fallen.

Besonders absurd wird es am Volksfestplatz. Selbst wenn dort – wie am vergangenen Freitag – überhaupt keine Veranstaltung stattfindet und der Platz gähnend leer ist, zwingen neue Schilder die Radfahrer zum Absteigen. Die Krönung des Ganzen ist die Erfahrung aus dem Vorjahr: Sobald das Volksfest im Gange ist, ist sogar das Schieben über den Platz verboten.


Es ist völlig unverständlich, warum einer wachsenden Zahl von Bürgern, die auf das kostengünstige und umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad setzen, ständig Steine in den Weg gelegt werden. Dies steht im krassen Widerspruch zur Zertifizierung als „fahrradfreundliche Kommune“. Eine Mobilitätswende funktioniert nicht durch Schilderwald und Sperrungen, sondern durch Durchlässigkeit und Respekt gegenüber allen Verkehrsteilnehmern.

Christian Blank, Neumarkt, 4.2.2026

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