Zum Praxis-Tag eingeladen

Am Ende des Praxis-Tages bei wodego nahmen die Realschülerinnen der Klasse 5d ihre selbst geplanten und gefertigten "Heißen Drähte" mit nach Hause.
NEUMARKT. "Interessieren - Informieren - Ausprobieren" lautet das Motto der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber für ihr Projekt, durch das eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen
Mittel- und Realschülern und Unternehmen zur Sicherung des gewerblich-technischen Fachkräftenachwuchses gefördert werden soll, wie es Andreas Götz, Ausbildungsleiter des Ausbildungszentrums von
wodego formulierte. Der Praxis-Tag sollte deshalb eine möglichst nachhaltige
Wirkung auf den Berufswunsch der jungen Menschen haben, hieß es.
Wie effektiv eine solche Kooperation für beide Seiten sein kann, versuchten das Unternehmen und die Neumarkter Mädchenrealschule auch in diesem Jahr unter Beweis zu stellen. Dazu verbrachten die Schülerinnen der Klasse 5d einen aufregenden
"Berufstag" im Ausbildungszentrum der Firma und bekamen im direkten Kontakt mit Auszubildenden einen praktischen Einblick in Metall verarbeitende sowie elektronische Ausbildungsberufe.
Dass dafür eine sorgfältige Arbeitsvorbereitung notwendig ist, wurde den Mädchen schon im Vorfeld klar, als sie die angehende Industriemechanikerin Christina Niebler von
wodego zur Vorbereitung in der Schule besuchte. Zum Praxis-Tag brachten die
jungen Praktikantinnen daher auch ihre ausgearbeiteten "Hausaufgaben" mit: Selbst entworfene Planskizzen - Kontur-Zeichnungen von Palmen, Burgen bis hin zu Tieren - die an diesem Tag aus Draht nachgebildet werden sollten.
Nach einer ausführlichen Sicherheits- sowie fachlichen Einweisung ging es dann auch schon los. In Dreier-Gruppen eingeteilt, wurden die Schülerinnen jeweils von einem Azubi aus dem Ausbildungsberuf Industriemechanik oder Elektronik betreut. Im
Umgang mit Draht, Zangen und Schraubstock zeigten sich die neugierigen Praktikantinnen schnell vertraut und fertigten ihre individuellen Drahtmodelle erfolgreich an. Mit Hilfe der eigenen Planskizzen und von den jungen Gruppenbetreuern aufmerksam
unterstützt, lernten die Mädchen dann ihre teils kunstvollen Metallgebilde mit Draht, Lämpchen und Batterien zu verbinden, um so einen Schaltkreis aufzubauen. Jedes fertig gestellte Modell konnte danach mit einer mit Griff versehenen Metall-Schlaufe
nachgefahren werden.
Sobald die Öse dabei die Drahtfigur berührte, schloss sich der Schaltkreis und ein kleines Lämpchen leuchtete zum Signal auf. Zuerst nur spielerisch, später dann in einen spielerischen Wettbewerb mündend, testeten die Mädchen
natürlich auch die Modelle ihrer Mitschülerinnen aus. Immer mit der Absicht, die unterschiedlichen Draht-Parcours möglichst berührungsfrei zu absolvieren. Für die drei Siegerinnen des Geschicklichkeitsspiels winkten zum Abschluss sogar Preise.
"Am Ende des Tages nahmen die Schülerinnen ihre selbst geplanten und gefertigten
Heißen Drähte stolz mit nach Hause", berichtet Klassenleiterin Ursula Appl.
02.05.12
neumarktonline: Zum Praxis-Tag eingeladen