Unfallfolgen vermeidbar ?
NEUMARKT. Können tödliche Unfälle wie letzte Woche bei Neumarkt vehindert werden ? MdEP Deß stellte schon im November eine Anfrage zu Unterfahrschutzsystemen.
Ursache für den schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen tödlich verunglückten (
wir berichteten) war nach Ansicht des Europabgeordneten unter anderem der unzureichende Unterfahrschutz beim LKW. Zu dieser Thematik hat bereits im November ein Schreiben an den ADAC gerichtet und eine Anfrage an die EU-Kommission geschickt. Sobald die Antwort der Kommission vorliegt, werde er sie umgehend nachreichen, versicherte Deß.
Die Anfrage von MdEP Albert Deß im Wortlaut:
EU-Richtlinie für Unterfahrschutzsysteme bei LKW; ab 2007 in Kraft
Ab 2007 tritt eine neue EU-Richtlinie für Unterfahrschutzsysteme bei LKW in Kraft. Der ADAC (allgemeiner deutscher Automobil-Club) hat die EU-Vorgaben in der Praxis bei einem Crash-Test geprüft und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen.
Die Vorgaben der Richtlinie reichen bei weitem nicht aus, um das Verletzungsrisiko bei Unfällen, bei denen ein PKW auf ein LKW-Heck auffährt, zu senken.
Die vollständigen Unterlagen des Crash-Tests sind beigefügt und auch im Internet abrufbar unter:
http://www.adac.de/Tests/Crash_Tests/Unterfahrschutz/default.asp
- Ich bitte um Stellungnahme der EU-Kommission zu den Ergebnissen des Crash-Testes.
- Was wird die EU-Kommission unternehmen, um die Richtlinie - die noch nicht in Kraft ist, die aber nicht praxistauglich ist - zu verbessern?
- Wird die EU-Kommission die Verbesserungsvorschläge des ADAC übernehmen?
- Bis wann ist mit Verbesserungsvorschlägen zu rechnen?
10.01.07
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