Keplers Krater

NEUMARKT. Am Freitagabend beginnt in der Sternwarte um 19 Uhr wieder eine Himmels-Beobachtungsnacht für Kinder.

Bei klarer Sicht richten sich die Teleskope der Sternwarte auf unseren faszinierenden Erdnachbarn, den Mond. Bei schlechtem Wetter erhalten die jungen Gäste einen Einblick in die erstaunlichen Geheimnisse der Himmelsmechanik und der Mondphasen.

Kepler und die Gesetze der Planetenbewegung haben sich schon fast zu einem Synonym entwickelt. Das bekannteste Denkmal des in Weil geborenen und in Regensburg gestorbenen Genies befindet sich allerdings auf dem Mond. Es ist ein Krater von 2800 Meter Tiefe bei nur 35 Kilometer Durchmesser, der von einer unruhigen Hochebene umgeben ist. Die Verwerfungen der Hochebene und der Krater, der den Namen Keppler trägt, zeugen von der Gewalt ihrer Entstehung. Die Hänge des Kraters erheben sich 1000 Meter über die Hochebene.

Die Sonne strahlt mit zunehmendem Mond immer frontaler auf die Kratergegend und zeigt nun ein feines weitreichendes Spinnennetz. Mondmaterial wurde durch den gewaltigen Einschlag eines frühzeitlichen kosmischen Geschosses alle Himmels- und Mondrichtungen ausgeworfen. In seiner Geschichte war der Mond weder Eiszeiten noch Plattentektonik noch Stürmen ausgesetzt. Die ausgeworfene Materie liegt heute noch so auf der Mondoberfläche wie zum Zeitpunkt des gewaltigen Einschlags.
30.11.06
neumarktonline: Keplers Krater
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