Bauarbeiter leiden


Die Gewerkschaften raten zu viel Wasser, Sonnencreme und Pausen im Schatten
Foto: Archiv/Gewerkschaft
NEUMARKT. Temperaturen jenseits der 30 Grad sind auch in Neumarkt vor allem für Maurer, Straßenbauer und Dachdecker eine Riesen-Belastung.

Besonders für alle, die im Landkreis Neumarkt unter freiem Himmel arbeiten, sei „Sonnencreme satt“ extrem wichtig, hieß es von der Gewerkschaft: die wichtigste Regel dabei: „Eincremen, eincremen, eincremen“.

Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen, sagt der Vorsitzende der IG Bau Oberpfalz, Wolfgang Brandmüller. Denn intensiver UV-Schutz sei „das A und O gegen Hautkrebs“.

Es sei wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen. Darauf sollten Maurer, Straßenbauer und Dachdecker im Landkreis Neumarkt genauso achten wie die Landschaftsgärtnerin oder der Erntehelfer. Übrigens: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, sagte Wolfgang Brandmüller. Dafür habe der Arbeitgeber zu sorgen.


Genauso wie für reichlich Getränke: „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Wolfgang Brandmüller. Der Gewerkschafter forderte alle Arbeitgeber im Landkreis Neumarkt auf, für eine „Getränke-Flatrate“ zu sorgen, wenn deren Beschäftigte tagsüber draußen sind. Bei schwerer Arbeit in großer Hitze rät die Gewerkschaft, drei bis fünf Liter pro Tag zu trinken. Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal seien Wasser und kalte Tees.

Auch regelmäßige Pausen im Schatten – zum Beispiel unter einem Sonnensegel – seien wichtig. „Außerdem sollten Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden“, rät Brandmüller. Es gelte die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten – darauf komme es an. Außerdem empfiehlt die IG Bau einen regelmäßigen „Hautkrebs-Check“: Einmal pro Jahr sollten Menschen, die regelmäßig draußen arbeiten, zum Hautarzt gehen, so die Gewerkschaft.
16.07.26
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