„Don Camillo und Peppone“

Das Ensemble der Schloss-Spiele Neumarkt freut sich auf die Premiere von „Don Camillo und Peppone“
Foto: Sabine Blomeier-Rosinski
NEUMARKT. Die Spannung steigt, das Ensemble steht in den Startlöchern: Ab Samstag starten „Don Camillo auf Peppone“ im Innenhof des Amtsgerichts.
Der Theaterverein Schloss-Spiele bringt damit einen herrlich turbulenten Klassiker voller Wortwitz, Situationskomik und italienischem Temperament zur Aufführung.
Regisseurin Damira Schumacher hat das Stück nach der Komödie von Gerold Theobalt - basierend auf dem weltberühmten Roman „Mondo Piccolo – Don Camillo“ von Giovannino Guareschi - mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Dabei sollen kreative und überraschende Regieeinfälle die Inszenierung bereichern und dem Klassiker eine ganz besondere Note verleihen.
In der legendären Rolle des schlagfertigen, temperamentvollen Pfarrers Don Camillo steht Herbert Beck auf der Bühne. Seinen Gegenspieler, den überzeugten kommunistischen Bürgermeister Peppone Botazzi, übernimmt André Großer, der neu im Ensemble ist. An Peppones Seite agiert Bettina Christl als seine Frau Ariana Botazzi.
Die beiden Hauptakteure liefern sich einen mitreißenden, lautstarken Schlagabtausch um Weltanschauungen, Stolz und das Wohl ihres kleinen Dorfes und nicht selten mischt sich dabei Jesus höchstpersönlich, im Wechsel verkörpert von Oliver Beck und Daniel Mederer, direkt in Don Camillos Gedanken ein.
Da im Vorfeld ein spürbarer Mangel gerade an männlichen Darstellern herrschte, rief der Verein vor einiger Zeit zur Mitwirkung auf, wobei auch kreative Wege gegangen wurden. So schlüpfen in diesem Sommer einige Damen kurzerhand in „Hosenrollen“: Karin Völkl übernimmt den Part des Großgrundbesitzers und Konservativen-Anführers Pasotti. An dessen Seite stehen Eva Diepenseifen als Frau Pasotti sowie Johanna Saake als deren Tochter Gina. Die Rolle der jüngeren Schwester Teresa Pasotti wird von Paulina Christl verkörpert.
Außerdem zu sehen sind Elisabeth Lang als verarmter Bauer Bruciata, Bianca Klügl als Frau Bruciata, während Annalena Christl die Rolle ihres gemeinsamen Kindes Francesca übernimmt und Alex Beck als deren Sohn Mariolino auftritt. Als Lehrerin a. D. Signorina Cristina steht Barbara Beck auf der Bühne. Katja Rölz und Walburga Summersammer teilen sich die Rolle des Druckereibesitzers Marquini.
Weiteren Wind in die Inszenierung bringen Janna Paprotta als Fulmine, Lilly Dietzel als Smilzo (die zudem als Regieassistenz fungiert), Sophia Dombert in der Rolle des ehemaligen Lehrers und Gelegenheitsarbeiters Pietro Pizzi (außerdem in der Rolle der Frau Marquini) sowie Luna Ferstl, die als Messdienerin Angela das Geschehen bereichert.
Hinter den Kulissen wurde in den vergangenen Wochen unter der Leitung von Christian Weinitschke und Heinz Zimmermann fleißig gehämmert, gemalt und gebaut. Mit viel Kreativität bringt sich zudem Johanna Saake ein, die unter anderem die im Stück verwendeten Krippenfiguren angefertigt hat. Die Kulisse ist in diesem Jahr besonders aufwendig und wirkungsvoll geraten: Für die Dialoge mit dem Allmächtigen wurde ein eigener, imposanter Kirchturm auf der Bühne errichtet. Das Besondere daran: In Kombination mit der echten Hofkirche, die im Hintergrund des Amtsgerichtshofes aufragt, soll eine Kulisse entstehen, die im Abendlicht eine ganz besondere Magie entfaltet.
Für den passenden Rahmen sorgen zudem Iris Hilbig mit den liebevoll gestalteten Kostümen, Sabrina Dietzel in der Maske sowie Alex Wittmann an der Technik. Für die musikalische Gestaltung und die Einstudierung der Gesänge zeichnet Wolfgang Völkl verantwortlich.
Die Premiere am kommenden Samstag ist schon ausverkauft. Es gibt aber noch viele weitere Termine im Juni und Juli. Der Eintritt kostet 17.50 Euro.
25.06.26
neumarktonline: „Don Camillo und Peppone“