Eis-Rettung trainiert

Realistische Rettungsübungen fanden am Alten Kanal in Neumarkt statt
Foto: Gottschalk
NEUMARKT. Das Betreten von Eisflächen kann noch lebensgefährlich sein. In Neumarkt übten jetzt DLRG und Feuerwehr gemeinsam die Rettung.
Beim Gemeinschaftstraining am alten Hafen des Ludwig-Donau-Main-Kanals in Neumarkt musste zur realistischen Übung ein „Opfer“ tatsächlich ins eiskalte Wasser.
Erst ab einer Eisdicke von 15 Zentimetern können Eisflächen auf Gewässern sicher betreten werden, lautet eine Faustformel, mit der Hilfsorganisationen immer wieder auf die Gefahr des Einbrechens von Personen in vermeintlich zugefrorene Gewässer hinweisen. Berichte vieler Hilfsorganisationen zeigen jedoch, dass in jedem Winter immer wieder Menschen diese Faustregel missachten oder die Tragfähigkeit von Eisdecken falsch einschätzen. Dies führt dann häufig zu lebensbedrohlichen Situationen.
Um sich für derartige Einsatzlagen gezielt vorzubereiten und um verschiedene Rettungsmethoden auszuprobieren, trafen sich die Neumarkter DLRG und einige Feuerwehren aus dem Landkreis zu einer Übung am Ludwig-Donau-Main Kanal.
Ausbilder Alois Frank von der DLRG führte in die Ausbildung mit einem theoretischen Unterricht ein, in dem die verschiedenen Rettungsgerätschaften, die Eigensicherung der Einsatzkräfte und vor allem die medizinischen Besonderheiten bei der Rettung und Behandlung stark unterkühlter Personen behandelt wurden.
In der anschließenden praktischen Rettungsübung wurden verschiedene Rettungstechniken geübt, um deren jeweilige Vor- und Nachteile herauszustellen. Neben einem Vorgehen über Leiterteile wurden auch ein Flachwasserschubboot sowie eine Drehleiter zur Rettung eingesetzt. Die vorgehenden Retter wurden dabei jeweils mit Schwimmwesten und Leinen vom sicheren Ufer aus gesichert.
19.01.26
neumarktonline: Eis-Rettung trainiert