Trinkwasserqualität in Neumarkt

dr.alchimist
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Trinkwasserqualität in Neumarkt

Beitragvon dr.alchimist » Mo 11. Sep 2017 16:20

Liebe Neumarkter/innen,
das Thema „Teilentkalkung des Neumarkter Trinkwassers“ hatte ich in bereits in einem Leserbrief angesprochen und den Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2017 vorgelegt.
Nachdem aber die Verwaltung gemeinsam mit unserem OB Thumann alle Vorschläge zur Vorplanung einer zentralen Teilentkalkungsanlage abgeschmettert hat, sollten wir uns wehren! Es ist meines Erachtens ein Unding, wenn Bürger, die nicht mit der Meinung des OB konform gehen, als Querulanten bezeichnet werden. Äußern wir uns an der Wahlurne!

Worum geht es eigentlich?
Grundsätzlich ist anzumerken, dass unser Neumarkter Trinkwasser nach den mir bekannten Analysedaten derzeit gesundheitlich absolut unbedenklich ist, anderslautende Äußerungen sind einfach falsch, aber: durch den hohen Kalkgehalt ist unser Wasser „ sehr unkomfortabel“!

Bei Renovierungsarbeiten an meinem Haus in Neumarkt musste ich feststellen, dass praktisch alle Wasserleitungen sehr stark zugekalkt waren, eine teure Sanierung wurde erforderlich! Als ich mit diesem Problem ( und den zugekalkten Rohrstücken in der Hand…) bei den Neumarkter Stadtwerken vorstellig wurde, wurde ich auf ziemlich arrogante Weise abgefertigt: „Man liefere normgerechtes Wasser, was dann in meinem Haus geschehe, sei dann allein meine Sache!“
Ich befürchte jetzt, dass es in meinem Haus, nachdem die Wasserhärte nochmals deutlich zugenommen hat, erneut zu massiven Kalkablagerungen kommen wird. Eigentlich hätte ich von einem Dienstleister, wie den Stadtwerken Neumarkt, erwartet, in dieser Angelegenheit fachlich beraten zu werden. Diese Erwartung wurde aber enttäuscht!
Also habe ich mich selbst informiert und mir Angebote für Wasserenthärtungsanlagen eingeholt. Die Neumarkter Installationsfirmen bieten geeignete Lösungen an.
Falls von den Stadtwerken keine Reduzierung der Wasserhärte erreicht wird, sehe ich mich gezwungen, selbst eine solche Einrichtung zu kaufen und zu betreiben. Dies wurde bereits von einer ganzen Reihe von Neumarkter Haushalten getan, um das lästige „Kalkproblem“ zu beseitigen. Ich möchte aber anmerken, dass durch solche dezentralen Enthärtungsanlagen eine große Menge Enthärtersalz in die Kanalisation und dann in die Umwelt gelangen wird! (pro Anlage und Jahr fallen zwischen 50 und 150kg Kochsalz an) Dies entspricht absolut nicht der sonst so auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Einstellung der Stadt Neumarkt! Wenn Sie bei Glatteis eine Handvoll Salz auf den Bürgersteig werfen, werden Sie – zu Recht - massiv kritisiert, jetzt soll die tonnenweise(!!) Einspülung von Enthärtersalz stillschweigend hingenommen werden!
Bei einer zentralen Teilenthärtungsanlage wird nach anderen Verfahren gearbeitet, bei denen es zu keinerlei Salzbelastung kommt! Diese Verfahren sind technisch ausgereift und in einer ganzen Reihe von Kommunen bereits erfolgreich im Einsatz. Die Qualität des Trinkwassers wird durch eine solche „Nanofiltration“ in keinster Weise beeinträchtigt, im Gegenteil, man könnte mit einer solchen Anlage auch andere möglicherweise später auftretende Verunreinigungen, wie Medikamentenrückstände oder Pestizide zuverlässig entfernen. Die kürzlich veröffentliche Meinung, dass ein so behandeltes Wasser nicht zur Herstellung von Babynahrung geeignet sei, kann man nur als völligen Blödsinn bezeichnen!

Ich erwarte, dass von den Stadtwerken eine exakte Kalkulation für eine solche Anlage ausgearbeitet und den Bürgern Neumarkts vorgestellt wird! Dann sollten die Bürger die Möglichkeit bekommen sich dazu zu äußern, ob und wenn ja welche Lösung in Sachen Kalkreduzierung in Neumarkt umgesetzt wird!
Dr.Peter Krommes

wurzelsepp
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Re: Trinkwasserqualität in Neumarkt

Beitragvon wurzelsepp » Fr 03. Nov 2017 08:52

Übrigens,

die Bewohner östlich des Föhrenwegs in Neumarkt leben schon seit Jahrzehnten mit einem Wasser mit ca 19 - 20 Grad. D.H.

Das ist Wasser, das aus den Karstquellen des Brunnerhäusels kommt. Oberflächenwasser das auch aus der landwirtschaftlichen Nutzung am Höhenberg mit eingebracht wird im Karst versickert und am Brunnerhäusl gefaßt wird.

Dessen Aufbereitung, soviel ich weiß nur aus einer Entkeimung mittels UV-Lampe besteht (wer mehr weiß, darf mich ruhig verbessern).

Die Wasserqualität hier ist auch schlechter, als die vom Rest der Stadt ( siehe Trinkwasseranalyse auf der Homepage der SWN).

Hier habe ich noch nie Forderungen nach Entkalkung oder sonst was gehört, obwohl es hier eher angebracht wäre.

Hier wohnt ja auch kein Stadtrat !


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