Bund Naturschutz Neumarkt
Naturschützer sammeln
NEUMARKT. Der Bund Naturschutz führt auch im Landkreis Neumarkt vom 2. bis 8. Juni seine bayernweite Sammelwoche durch.
Mit dem gesammelten Geldern konnten bislang in ganz Bayern viele schutzwürdige Biotope angekauft oder gepflegt, seltene Tierarten wie Luchs und Wildkatze wieder eingebürgert, aber auch Familiensonntage und Feriencamps für Kinder und Jugendliche finanziert und ein attraktives Umweltbildungsangebot für Jung und Alt entwickelt werden, erklärte am Donnerstag Kreisvorsitzender Josef Guttenberger bei einer Pessekonferenz in der Neumarkter Geschäftsstelle des BN.
Dass die Spendengelder gut angelegt sind, zeigen auch die Initiativen und vielfältigen Aktionen des BN vor Ort, sagte Guttenberger. Im Landkreis Neumarkt wurden von der BN–Kreisgruppe in den vergangenen Jahren die gesammelten Gelder zum beispiel verwendet für:
- die Pflege wertvoller Biotopflächen – zum Beispiel am Kalvarienberg bei Parsberg
- die engagierte Betreuung der Kindergruppen in Neumarkt und Velburg , aber auch für die Aktivitäten der "Müpfegruppe" in Velburg
- die Rettung von über 10 000 Fröschen, Kröten und Molchen vor dem Tod auf der Straße – Jahr für Jahr
- den Kauf von mehreren vor allem als Biberlebensraum geeigneten Grundstücken unter dem Motto "Eine Heimat für den Biber".
Die gesammelten Spendengelder helfen aber auch mit, das umfassende Service- und Beratungsangebot der BN-Geschäftsstelle in Neumarkt zu sichern – ebenso wie die Organisation von Aktionen und Veranstaltungen und die Pressearbeit des BN im Landkreis. Die Gelder würden es dem BN zudem ermöglichen, zahlreiche Informationsbroschüren kostenlos an interessierte Mitbürger abzugeben.
Der BN bat die Bevölkerung, das Engagement der Sammler ebenso wie den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Aktiven im Bund Naturschutz mit einer Spende zu honorieren.
29.05.08
Protest-Luftballons

Hunderte von Luftballons wurden im Lengenbachtal gestartet.
Foto: Susanne Weigl
NEUMARKT. Hunderte von Luftballons stiegen am Sonntag als Protest gegen eine Autobahnausfahrt Frickenhofen auf.
Der Bund Naturschutz und die Freunde des Lengenbachtales hatten zu einer Protestaktion eingeladen - und waren von den Teilnehmerzahlen überrascht: die 400 bereitgehaltenen Luftballons reichten bei weitem nicht aus. Bis zum Schluß zählte man etwa 600 Leute, die an der Menschenkette teilnahmen.
07.10.07
"In die Luft gehen"
NEUMARKT. Mit einer Luftballon-Aktion will der Bund Naturschutz eine Autobahnausfahrt Frickenhofen "in die Luft gehen" lassen.
Der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Neumarkt, und der Verein der Freunde des
Lengenbachtals veranstalten am Sonntag um 14 Uhr eine
Protestveranstaltung gegen die Autobahnausfahrt Frickenhofen und die
Ostumgehung ein. Es soll eine Menschenkette mit Luftballons entlang der
Trasse gebildet werden.
Treffpunkt ist der Parkplatz "Lengenbachtal" zwischen Höhenberg
und Helena. Um 14.30 Uhr soll der Luftballonstart erfolgen.
Anschließend sorgt der Bund Naturschutz mit Kuchen und Getränken für das leibliche Wohl.
Auch die Grünen im Landkreis kritisieren die Autobahnausfahrt Frickenhofen und die im Raum stehende Ostumgehung scharf und wollen die Protestaktion unterstützen. Diese Baumaßnahmen würden massive Eingriffe in die Landschaft, in Schutzgebiete und Ökosysteme darstellen. Es würde eine riesige Versiegelungsfläche entstehen, natürliche Versickerungsräume werden zerstört. Die Lebensgrundlage vieler Tiere und Pflanzen wäre damit unwiderruflich zugrunde gerichtet, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.
Die demographische Entwicklung sage für den Landkreis Neumarkt eine deutliche Schrumpfung und Überalterung der Bevölkerung voraus. Diese kleiner werdende Bevölkerung benötigt aber nicht mehr so viele Waren, die so genannten Warenströme werden viel geringer ausfallen. Es sei auch nachgewiesen, dass diese Bevölkerung deutlich älter sein wird und es viel weniger junge Menschen geben wird.
Die vielen Straßen und öffentlichen Gebäude, ob sinnvoll oder nicht sinnvoll, müßten in naher Zukunft von viel weniger Menschen unterhalten werden. Das heiße, die Kosten für den Unterhalt, und das sei ja bekanntlich der teuere Teil, werde auf wesentlich weniger Menschen verteilt, da in 20 Jahren viel weniger Menschen Steuern bezahlen würden.
04.10.07
BN will Raumordnungsverfahren
NEUMARKT. Der Landesverband des
Bund Naturschutz fordert ein Raumordnungsverfahren für eine Autobahnausfahrt Frickenhofen.
Diese Forderung will der Landesbeauftragter des BN Richard Mergner am Donnerstag bei einer Besichtigung der "neuralgische Punkte" und einem nachfolgenden Pressegespräch offiziell stellen. Politikern in der Stadt und im Landkreis Neumarkt zeigten sich überrascht, weil die Genehmigung für diezusätzliche Ausfahrt längst erteilt ist und das Planfeststellungsverfahren sich schon langsam seinem Ende nähert.
Unklar blieb, ob die Fordderung nach einem Raumordnungsverfahren zum jetzigen Zeitpunkt noch realistische Chancen hat - und ob dadurch der Bau einer Autobahnausfahrt zeitlich verzögert oder gar verhindert werden kann.
Der Bund Naturschutz läßt keinen Zweifel, daß eine Autobahnausfahrt Frickenhofen nicht nur mit "massiven Eingriffen und Risiken für ökologisch höchst wertvolle Bereiche" wie zum beispiel das Deusmaurer Moor verbunden sei, sondern auch "weitreichende Folgen" für das nachgeordnete Straßennetz mit "gravierenden Belastungen" für die betroffenen Anwohner nach sich ziehen würde.
"Nicht zuletzt deshalb wird von den Verfechtern dieser neuen Autobahnausfahrt immer wieder versucht, mit falschen Versprechungen, Halbwahrheiten und Tatsachenverkürzungen die Bedenken und Befürchtungen der Betroffenen zu zerstreuen", hieß es vom Landesverband des BN.
Nähere Einzelheiten werden bei dem Pressegespräch am Donnerstag erwartet.
11.12.06
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