Vorsicht: "Enkeltrick"
Regensburg. Unbekannte sind immer noch erfolgreich mit dem sogenannten "Enkeltrick" erfolgreich unterwegs. Dies belegen mehrere Fälle, die in den letzten Wochen vorwiegend bei Regensburger Polizeidienststellen angezeigt wurden.
In drei der sieben Fälle, die sich seit dem 22.Januar im Stadtgebiet Regensburg zutrugen, erlangten die unbekannten Täter eine Beute in Höhe von 22.000 Euro.
Vorwiegend stammen die Opfer aus der ehemaligen UdSSR. Die Masche ist immer die gleiche: Bei den meist älteren Personen ruft ein Mann an und gibt sich als enger Verwandter aus. Mit emotionaler Energie schildert er ein Unglücksgeschehen, das sich in einem osteuropäischen Land, vorwiegend Russland, ereignet hat.
Um den folgenden juristischen Konsequenzen zu entgehen, bittet der Anrufer darum, einem Kurier Geldbeträge bis in eine Höhe von 15.000 Euro zu übergeben. So könne sich der "Enkel" von den strafrechtlichen Konsequenzen freikaufen.
In der Tat taucht dann wenig später der Abholer auf, um das Geld zu übernehmen. In manchen der Fälle begleitete er gar die Angesprochenen zur Bank.
Der "Enkeltrick" ist kein Phänomen der letzten Monate, sondern wird schon seit Jahren, vorwiegend von osteuropäischen Tätergruppen praktiziert. Die konzentrieren sich dabei überwiegend auf Personen, die einen Bezug zu Gliederstaaten der ehemaligen UdSSR haben.
Der Grund des Anrufs kann neben einen Verkehrsunfall ein angeblich günstiger Autokauf oder der Erwerb von Aktien oder Computern sein , weswegen das Geld innerhalb kürzester Zeit benötigt werde. Dabei werden die ausgespähten Opfer durchaus auch emotional unter Druck gesetzt.
An Unbekannte sollte keinesfalls Geld, egal in welcher Höhe, herauszugeben werden - unabhängig auch von den vorangegangenen Schilderungen der Notlagen oder Unfallsituationen, heißt es von der Polizei. Sinnvoll sei innerhalb der Familie auch die Sensibilisierung der älteren Generation, denn sie sind die potentiellen Opfer.
10.03.10
neumarktonline: Vorsicht: "Enkeltrick"
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